Buch 
Alle Arten der Schafwolle : ihrer Natur und Beschaffenheit nach, leicht kennen zu lernen und solche zu verarbeiten oder theoretisch-praktische Belehrungen für Tuch-, Zeug- und Strumpf-Fabrikanten, Wolleinkäufer, Wollsortirer, Wollkämmer und deren Gesellen und Lehrlinge : enthaltend: gründliche Kenntnisse von der Natur und Beschaffenheit aller Arten von Schafwolle, deren Verarbeitung zu Garnen, Tuchen und Zeugen... / herausgegeben vom Tuchfabrikanten, Kunst- und Schönfärber Carl Friedrich Scherf
Entstehung
Seite
198
JPEG-Download
 

W8

Namen Droghed, Floret, Taboret, Batavia u.s. w. gebräuchlichen Stoffe werden jetzt kaum mehrverfertigt.

6) Shawls und Umschlagetücher. DasGrundgewebe ist vierschäftigerKöper und besteht entwederganz aus Kammgarne (bei den schönsten Shawls nichtvon Schafwolle, sondern von thibetanischer Ziegenwvlle,Kaschmirwolle, oder auch seidener Kette und Kamm-garn-Einschlag). Die vielfarbigen Muster werden durchBroschiren oder durch Lanciren von Kammgarn her-vorgebracht. Die erste Methode ist höchst mühsam undzeitraubend, weil zahlreiche kleine Mustertheile einzelnmit besonderen Schützen erzeugt werden müssen; abersie liefert die werthvollsten, mit den orientalischen über-einstimmenden, Gewebe. Das Lanciren geht weitschneller von Statten, macht aber das Ausschneidender auf der Rückseite ungebunden liegenden Figur-schußtheile nothwendig, wodurch diese Seite des Stoffsein schlechtes Ansehen erhält.

§. 245.

ä) Sammtartige Statte.

Der wollene Sammt und wollene Plüschsind die hier anzuführenden Stoffe; beide kommen so-wohl geschnitten, als »»geschnitten, überhaupt abernicht sehr häufig vor, Ihre Verfertigung ergiebt sichaus dem Frühern.

tz. 24«.

v) Teppiche.

Unter diesem Worte versteht man gemusterte Ge-webe zum Belegen der Fußböden und Tapeten zumBehängen der Wände. Zu letzterem Behufe werdenbekanntlich wollene Gewebe als sehr seltene Ausnahme