ISS
angewendet, indem dieß fast ausschließlich mit denhöchst kostspieligen Gobelins der Fall ist. Die Fuß;teppiche sind entweder abgepaßte, wie die Sophatep-piche, oder werden in langen Stücken (von verschie-dener Breite, die sich zum Theil nach der Größe desMusters richtet) verfertigt, woraus man nachher dieBedeckung eines ganzen Fußbodens zusammensetzt. Imletztem Falle ist die Anwendung des Regulators beimWeben von der größten Wichtigkeit, wodurch alleinim vollkommensten Grade das richtige Aneinanderpas-sen der Mustertheile erreicht werden kann. Der Be-schaffenheit ihres Gewebes nach sind die Teppiche undTapeten von dreierlei Art, nämlich entweder ein ein-faches Gewebe, oder ein doppeltes Gewebe, oder einsammtartiger Stoff. Wir werden bloß diejenigen Pro-dukte dieser Art, welche am gangbarsten und leichtestenzu erzeugen sind, betrachten.
tz. 247.
Von den einkochen Teppichen.
Unter die einfachen Teppiche gehören fol'gende Arten: Kuhhaarene Fußdeckenzeuge. —Das gröbste und schlechteste von allen unter die Tep»piche zu rechnenden Producten. Die Kette und derEinschlag sind zweifach gezwirnte Faden von sehr di-ckem, gewöhnlich auf Spinnrädern (Handrädern) ge-sponnenem Garne, und bestehen aus Kuhhaaren, welcheweder gekratzt, noch gekämmt, sondern bloß durch Schla-gen vorbereitet werden, weshalb eigentlich diese Decken-zeuge nicht unter den Kammgarnzeugen aufgeführtwerden sollten. Das Gewebe der Decken ist entwederdem der Leinwand gleich, oder mit vier Schäften mitzwei rechten Seiten geköpert, und eine Art Muster (vonstreifigem oder carrirtem Ansehen) entsteht darin nurdurch streifenweise Abwechselung verschiedener Farben,