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die Beurtheilung ihrer Krankheiten und dieHeilung der letztem. Dieser Gegenstand ist für dieFabrikanten sehr wichtig. In diesem Werkchen kannaber, wegen Umfanges des Stoffes, kein vollständigerUnterricht ertheilt werden. Vielmehr verweisen wirdiejenigen, die ihr Geschäft im Großen betreiben, eineneigenen Färber halten müssen und einer Waidküpe be-dürftig sind, auf das bei dem Hofbuchhändler B. F.Woigt in Weimar 1842 erschienene Buch: Theo-retisch-practische Belehrung über die An-stellung und Führung der Waidindigküperc., mit einer illuminirlen Quart-Tafel von Stahl-proben, Pr. 1^ Rthlr.
In ältern Zeiten war an die große Mannigfal-tigkeit der Farben gar nicht zu denken, man begnügtesich mit den schwarzen, braunen, grauen und waid-blauen Farben, und fand sie, wie sie die Färber erzeug-ten, schön und gut. In neueren Zeiten, besonders inunsern Tagen, wird aber so viel verlangt, daß vieleFärber nicht im Stande sind den Anforderungen zugenügen. Es sind Beispiele bekannt, daß Färber ge-wisse Farben an diesem Orte erzeugten, die ihnen anandern Orten nicht gelangen; ja, es kommen Fällevor, daß ihnen eine und dieselbe Farbeerzeugung aneinem und demselben Orte das zweite Mal nicht ge-lang. Die Ursachen dieser Ereignisse können sehr ver-schieden sein: theils können sie im Wasser, theils indem Fabrikat, öfters aber auch in den Färbestoffen,oft aber auch in Unwissenheit oder Leichtsinn ihrenGrund haben. lIn Oschatz und Finsterwalde z. B. kön-nen durchaus keine schönen und ächten holz rothenFarben, wohl aber blaue und schwarze Farben, dienichts zu wünschen übrig lassen, erzeugt werden, dieSchuld liegt aber einzig und allein am Wasser. Schrei-ber dieses hat selbst die nämliche Erfahrung in GreisswaldundAnclam gemacht und nach angestelltenUntersuchungen