234
Um sie davon zu reinigen, wird sie pulverisirt, mitkaltem Wasser übergössen, die Auflösung bis zur Trockneabgedampft und der Rückstand 12—14 Tage lang derLuft ausgesetzt. Hierdurch zieht das ätzende NatronKohlensäure aus der Luft an und verwandelt sich in koh-lensaures, das wieder im Wasser gelöst wird, aus wel-chem man es durch Abdampfen krystallisirt erhält.
Es wird dieses Salz auf dieselbe Weise, wie daskohlensaure Kali geprüft (§. 29!).) und auf die näm-liche Art auch ätzend gemacht (tz. 292.). Von dem Un-terschied zwischen dem Kali des Pflanzenreichs und derSoda haben wir oben tzZ. 289. 290. gesprochen.
tz. 304.
von den Erden überhaupt und v on denjeni-gen, welche bei der Sereituug derÄetjlaugcund in der Färberei gebraucht werden.
Nach den neuesten Untersuchungen der Chemikersind die Erden ebenfalls nicht mehr als Elemente,sondern als zusammengesetzte Körper und als Metall-oxyde zu betrachten, weil sie meistentheils mit einerSäure verbunden sind. Die vorzüglichsten für dieZwecke der Färbekunst, Seifensiedereien und für dieFabrikanten wollener Waaren sind: die Thonerdeund die Kalkerde. Die übrigen Erden sind zu un-serm Zweck alle entbehrlich und oft zu kostspielig, wennman sie anwenden wollte.
tz. 305.
vorn Kalk, oder von der Kalkerde.
Der Kalk ist gewöhnlich mit andern Erden undSäuren verbunden. Er wird in allen drei Reichender Natur, am meisten aber im Mineralreich, in Ver-bindung mit Kohlensäure, als im Marmor, Kalk-spath oder Kreide u. s. w. angetroffen. Im Gyps