findet man ihn in Verbindung mit Schwefelsäure. ImThierreiche wird er in den Knochen, im Gehäuse derSchalthiere, im Gewächsreiche als Mischungstheil derPflanzen, Sträucher und Bäume gesunden.
ß. 306.
Wird der Kalk lange und anhaltend durchglüht,so wird die Kohlensäure daraus geschieden; er wirdätzend und bekommt mehrere Eigenschaften der Alka-lien. In diesem Zustande wird er gebrannter, le-bendiger oder ungelöschterKalk genannt. Wirder in diesem Zustande in einem Verhältniß, wie 4 zu1, mit reinem Wasser verbunden, so saugt er diesesgänzlich ein, ohne feucht zu bleiben. Darauf erhitzter sich und zerfällt gänzlich in ein Mehl. In diesemZustande wird er zur Schärfung der Waidindigküpe,der Aetzkaliindigküpe und zur englischen Schnellküpe,so wie in Vermengung mit Holzasche, Pottasche oderSoda zur Bereitung der Aetzlauge angewendet. Ueber-gießt man den Kalk hingegen mit einer großen MengeWasser, so fängt er an zu kochen, wird zu einemBrei und als gelöschter Kalk zum Bauen ver-wendet.
tz. 307.
Gießt man aber auf den gelöschten Kalk eine nochgrößere Quantität Wasser, so daß sich hernach der Kalkdaraus absetzt, so wird das darüber stehende Wasser„Kalkwasser" genannt, und enthält in <>80 Thei-len nur 1 Theil Kalk aufgelöst, und dennoch hat esdie Eigenschaft, den Veilchensaft grün, die Cur-cumätinctur braun und andere Farben zu nü-anciren, deswegen es in Färbereien zu solchen Zweckenangewendet werden kann. Wird das Kalkwasser derfreien Luft lange ausgesetzt, so bekommt es auf derOberfläche ein salziges Häutchen, welches Kalkrahm