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§. 828.
Von den Pigmenten.'
Unter Pigmenten oder Farbestoffen werdendiejenigen Naturprodukte verstanden, welche entwederschon einen farbigen Zustand erkennen lassen, oderdoch geschickt sind, farblose Gegenstände mit farbigenMaterien zu durchdringen. Dergleichen Pigmente fin-den wir in allen drei Reichen der Natur; nur ist er-forderlich, daß sie an sich selbst vorbereitet werden müs-sen, um ihre farbigen Substanzen an die zu färben-den Gegenstände abgeben zu können. Allein die mei-sten der zu färbenden Gegenstände können keine dauer-haften Verbindungen mit diesen eingehen, wenn sienicht vorher so vorbereitet werden, daß sich die Pig-mente aus dem Färbebad darauf niederschlagen undsich innig mit ihnen verbinden können.
§. 32S.
Die Pigmente verbinden sich aber mit den ver-schiedenartigen Stoffen, als: Wolle, Seide, Baum-wolle und Leinen, nicht auf einerlei Art, sondern müs-sen nach ihren Beschaffenheiten und besondern Anzie-hungskräften auf verschiedene Arten dazu vorbereitetwerden, wenn sie schöne und feste Farben erhaltensollen. Sie müssen daher erst mit Erden oder Metall-oxyden, in oder ohne Verbindung mit andern, basirtoder grundirt werden, und dieses geschieht mit Sal-zen, welche diese Basen enthalten, und solche an ih-nen durch die chemische Anziehung absetzen; in derWollcnfärberei sind es nun: dje Alaune, welchedie Thonerde zur Basis haben; die Zinnauflö-sungen und das Zinnsalz, deren Basis das Zinn-oxyd ist; der Kupfervitriol, dessen Basis istdas Kupferoxyd; der Eisenvitriol, welcher dasEisenoxyd zum Grunde hat; die gemischten