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Alle Arten der Schafwolle : ihrer Natur und Beschaffenheit nach, leicht kennen zu lernen und solche zu verarbeiten oder theoretisch-praktische Belehrungen für Tuch-, Zeug- und Strumpf-Fabrikanten, Wolleinkäufer, Wollsortirer, Wollkämmer und deren Gesellen und Lehrlinge : enthaltend: gründliche Kenntnisse von der Natur und Beschaffenheit aller Arten von Schafwolle, deren Verarbeitung zu Garnen, Tuchen und Zeugen... / herausgegeben vom Tuchfabrikanten, Kunst- und Schönfärber Carl Friedrich Scherf
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248
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farbigen Rauches verbrennen, und wenn er in einemSchmelztiegel geglüht und verbrannt wird, so muß erkeinen merklichen Theil Asche übrig lassen.

v) Ueberhaupt muß ein guter, ächter Indigo I)auf dem Wasser schwimmen; 2) im Bruche nicht kör-nig, sondern egal violettblau sein, und einen höhernGlanz, als auf der Oberfläche haben; 3) sich leichtzerbrechen lassen, und 4) sich in 6 Theilen Vitriolölvollkommen auflösen lassen. Auch wird dieß für einegute Probe gehalten, wenn er, sobald man mit demNagel eines Fingers darauf hin und her streicht, einenKupferglanz erhält.

§. 331.

Die folgenden Arten des Indigo'« tind dievorjüglichtten.

1) Ostindischer Indigo, auch Bengal ge-nannt, kommt aus England nach Hamburg unddann in ganz Deutschland zum Verkauf. Aber auchdieser Indigo ist sehr verschieden in der Güte. Erkommt in viereckigen Stücken vor, davon die feinstenvon lebhaft blauer Farbe und die ordinairen dunkleroder violett geflammt sind.

2) Guatimala-Jndigo, erscheint in kleinenunregelmäßigen Stückchen. Er ist immer unverfälschtund wird mehr zur In digocomposition, als zurKüpenfärberei gebraucht. Indessen können die gröb-sten Sorten desselben auch zur Küpe mit Vortheil ge-braucht werden.

3) Manilla-Jndigo, kommt in kleinen vier-eckigen Stücken vor. ist dem Bengal sehr ähnlich,ist aber weicher und nicht so lebhaft. Zur Wollen-särberei ist er nicht so gut, als zur Baumwolle rc.

4) Der Carracas-Jndigo, erscheint in klei-nen ungleichförmigen Stücken, hat zwar eine schöne