262
welche in den östreichischen und steyermärkischen Wäl-dern wachsen.
Die Knappern unterscheiden sich von den Gall-äpfeln dadurch, daß sie nicht so kugelförmig wie jene,sondern unförmlich, eckig, größer und dichter sind, ge-meiniglich eine braune Farbe besitzen, öfters auch nochetwas von der Eichel an sich haben. Sie werden ebenso gebraucht, wie die Gallapfel, doch haben sie mehrGerbestoff und weniger Gallussäure, als die letztem.In der Wollensärberei werden sie selten, aber in derLeinensärberei häufiger gebraucht.
8 . 354 .
Von dem Schmack, Sumach.
Der Sumach, gewöhnlich Schmack genannt,sind die kleinen geschnittenen Blätter und Zweige desSumachstrauches oder des Gerberbaums, wel-cher in Syrien, Palästina und der Levante wild wächst,in mehreren Ländern Europa's aber absichtlich culti-virt wird. Auch in Deutschland kommt dieser Strauchgut fort, wie sich schon ergeben hat. Er erscheint inseinem gemahlenen Zustande als ein Pulver von gelb-brauner oder grünlicher Farbe, von eigenthümlichemGeruch. Er enthält, wie die Galläpfel, Gallussäureund Gerbestoff in seiner Grundmischung, jedoch mehrvom letztem, als von der erstem. Seine Abkochungim Wasser besitzt eine salbe, etwas grünliche Farbe;hat einen zusammenziehenden Geschmack und widrigenGeruch. Sie dient sowohl zum Gelbfärben, als zumSchwarz- und Graufärben der wollenen, seidenen,baumwollenen und leinenen Waaren.
Der spanische Schmack wird für den besten ge-halten und der virginische, der in Deutschland häufigwild wächst, kommt jenem bei weitem nicht bei.