ser und Verdunsten der Lauge zur Krystallisation, ver-fertiget. Es hat eine gelbgrünliche, auch wohl dun-kelgrüne Farbe, davon ersteres aber besser ist. ZurAnstellung der kalten, so wie zur englischen Schnell-küpe, ist es unentbehrlich und das wohlfeilste Desoxy-dationsmittcl des Jndigs; in dieser Hinsicht muß esaber ganz kupferfrei sein und das polirte Eisen nichtroth färben. In der Wollenfärberei wird es gewöhn-lich dazu gebraucht, um die dunkelgrünen, braunenund dergleichen gefärbte Wolle und wollene Waaredamit abzudunkeln. Sollte es nicht gut gegen dieEinwirkung der Lust bewahrt und gelb geworden sein,welches man „verwittern" nennt, so thut manbesser, solches im Wasser zu lösen, die Lösung zu fil-triren, abzudunsten und aufs Neue krystallisiren zulassen.
tz. 35S.
Von dem Kupfervitriol, oder blauen Vitriol.
Der Kupfervitriol, welcher wegen seine^blauen Farbe auch blauer Vitriol, auch cypri'scher Vitriol und von den Chemikern schwefel-sauresKupser genannt wird, kann ebenfalls durchSchwefelsäure und Kupfer auf obige Art erhalten wer-den, wenn es ganz rein verlangt wird. Seine Farbeist sapphirblau und kommt in einzelnen, meistcntheilsrhomboidalischen Krystallen vor. Legt man in dessenLösung polirtes Eisen, so wird solches mit einem ku-Pferigen Häutchcn überzogen. So wie diese Substanzim Handel erhalten wird, wird es in den Vitriolfie-dcreien aus den gerösteten Kupfererzen durchs Aus-laugen derselben, Abdunstung und Krystallisation derLauge erhalten. Der Kupfervitriol wird in der neuernZeit mehr in den Färbereien und Druckereien ange-wendet, als es früher geschah. Da er keine Eisen-