kaust, und theils verschenkt, oder gar in die Mistgrubegeworfen werden, die aber vortheilhafter benutzt wer-den können, wenn sie in eine Art Seife verwandeltwerden, die, ob sie gleich die geringste Art ausmacht,weil sie ein schwärzliches Ansehen hat, doch zum Wa-schen der Wolle und zum Walken mancher Tuche undZeuge gebraucht werden kann.
Man bereitet sich dazu eine ätzende Kali- oderNatronlauge (§. 77.), macht sie kochend und wirstso viel Abgänge von der Wolle, oder auch schon ver-webten alten wollenen Zeugen hinein, als sie aufzu-lösen fähig ist. Wenn sich Alles aufgelöst und zu einerSeifenmasse gebildet hat, so siltrirt man sie und dun-stet sie nach und nach ab, eben so wie die oben be-schriebene grüne Seife (§. 84.), bewahrt sie auf undmacht Gebrauch davon.
tz. 357.
von dem Eikenvitriol oder Aupkerrvatter.
Den Eisenvitriol, grünen Vitriol, oderdas schwefelsaure Eisen erhält man am reinstendurch Auflösung des Eisens in mit Wasser verdünnterSchwefelsäure oder Vitriolöl, welche hernach abgevun-stet und an einen kühlen Ort gesetzt wird, wo sie sichkrystaUisi'rt. Die dadurch entstehenven Krystalle wer-den auch Vitriol martis genannt, welcher viel reinerist, als das sogenannte schwarze Kupferwasser, welchesin diesem Werkchen unter dem Worte „Eisenvitriol"zu verstehen ist.
h. 358.
Das Kupferwasser, so wie es in den Fär-bereien häufig gebraucht wird, wird aber auf den Vi-triolwerken aus den Eisenkiesen (geschwefeltemEisen), durch Rösten derselben, Auslaugen mit Was-