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Alaun erscheint in achtteiligen weißen Krystallen vonzusammenziehendem Geschmack. Man hat zwar meh-rere Arten Alaun, aber jeder ist sich im vollkommenenZustande der Reinheit gleich.
So wie der Alaun im Handel vorkommt, ist ernicht für rein anzusehen', und es kommt alles daraufan, wie er in diesem oder jenem Alaunwerk mit gro-ßer oder geringer Sorgfalt zubereitet wird, und dahertragt dieß nichts zu seiner Güte bei, ob er in preu-ßischen, sächsischen, schwedischen oder englischen Alaun-werken bereitet worden ist.
Z. 362.
Der römische und italienische Alaun ist aberbis hierher als der reinste befunden worden. Die übrigenSorten alle enthalten viel oder wenig Eisen- oder Zink-oxyd. Auch kommen sie in dem quantitativen Ver-hältniß der Bestandtheile nicht mit einander überein.Ein guter Alaun soll frei von Eisen sein; er soll inreinen, durchscheinenden Krystallen erscheinen; er sollsich in reinem Wasser vollkommen lösen und keinengelben Ocher fallen lassen, und wenn man einen Gall-apfel in die Alaunlösung legt, so soll diese nicht vio-lett dadurch gefärbt werden; so soll auch durch blau-saures Kali kein blauer Satz entstehen. Der römischeAlaun ist aber, ungeachtet seiner Reinheit vom Eisen,wegen keines Kalkgehalts nicht gut zur Wollenfärbereizu gebrauchen; vorzüglich gut ist dazu der sächsische,und auch der preußische ist nicht zu verwerfen; aberder schwedische Alaun ist niemals frei vom Eisenund daher nur zu dunklen Farben anwendbar,
h, 363.
Bei dem Gebrauch des Alauns in der Färbereidarf man nicht zu viel nehmen- Er bedeckt sonst dieOberfläche der Waare mit einer Glasur, verhindert