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Alle Arten der Schafwolle : ihrer Natur und Beschaffenheit nach, leicht kennen zu lernen und solche zu verarbeiten oder theoretisch-praktische Belehrungen für Tuch-, Zeug- und Strumpf-Fabrikanten, Wolleinkäufer, Wollsortirer, Wollkämmer und deren Gesellen und Lehrlinge : enthaltend: gründliche Kenntnisse von der Natur und Beschaffenheit aller Arten von Schafwolle, deren Verarbeitung zu Garnen, Tuchen und Zeugen... / herausgegeben vom Tuchfabrikanten, Kunst- und Schönfärber Carl Friedrich Scherf
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304
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riecht stärker. Der Kalk verursacht, daß die Küpen-lauge bräunlichgelb wird, welches dann ein Beweisist, daß die Küpenlauge den höchsten Grad der Schärfeerreicht hat, und daß darin gefärbt werden kann, ohneetwas dabei befürchten zu müssen.

d) Die Theorie der zweiten Küpe ltz. 4V3.)ist einfacher: Der Kalk entzieht der Pottasche einenTheil ihrer Kohlensäure und macht sie ätzender, undwirket nun auf das Operment, indem es in Arsenik-schwefelkali umgeändert wird. Ein anderer Theil desKalks und der Pottasche zersetzen den Eisenvitriol, wo-durch schwefelsaurer Kalk und schwefelsaures Kali ge-bildet werden, die aber keinen Einfluß auf den In-digo haben. Das frei gewordene unvollkommene Eisen-oxyd des Eisenvitriols und das Arsenikschwefelkali des-oxydiren nun den Indigo, und machen ihn dadurchgeschickt, daß er in den übrigen Theil Kalk und Pott-asche aufgelöst werden kann und dazu geeignet wird,die Wolle, Seide, Baumwolle und das Leinen dauer-haft blau zu färben.

v) In der Urin-Jndigküpe wird der Indigodurch die Schleimtheile des Urins desoxydirt und danndurch das Ammoniak des Urins ausgelöst. Die Schleim-theile des Krapps und der Kleie befördern die Des-oxydation des Jndigo's.

tz. 408.

Von -er Auktötung -es In-igo's im rauchen-. -en Vitriolöl.

Die Auflösung des Jndigo's im rauchen-den Vitriolöl, welche nach der wissenschaftlich-che-mischen Sprache „schwefelsaurer Indiz" genanntwiro, ist eine zufällige Erfindung des ehemaligen Berg-raths Barth in Großenhain, und geschah imJahre 1740. Die dadurch erzeugten schönen blauenFarben sind auch unter den Namen „Großenhainer