sung sowohl zum Ansott, als auch zum Färbebad an-wenden.
4) Beim Färben mit obiger Jndigoauflösung muß^ man die letztere nicht alle, die dazu erforderlich seinwürde, auf ein Mal, sondern nach und nach und jedesMal in kleinen Quantitäten zusetzen, weil im Gegen-theil leicht ungleiche und auch wohl zu dunkle Farbenentstehen können, welche dann mühsam wieder abge-kocht werden müßten.
L) Durch das lange Kochen, welches aber freilichnicht abzuändern ist, verliert die mit diesem Indigozu erzeugende Farbe am Lüster. Daher thut manbesser, wenn man die gefärbte Waare bald herausnehmen will, sie aufzulummern, etwas Jndigoauflö-^ sung zuzusetzen und die Waare wieder so lange hinund her zu lummern, bis das Färbebad vom Indigoerschöpft ist; dann nimmt man sie heraus und spült sie.
tz. 411.
Das reinste Sächsisch-Blau erhält man durchabgesüßten Indigo, welcher also bereitet wird:
Man macht 2 bis 3 Handeimer reines Wasser ineinem kleinen Kessel kochend und gießt die Auflösungvon 1—2 Pfund Indigo hinein. Alsdann steckt man6—8 Pfund reingewaschene und trockene, ganz grobeWolle, oder dergleichen weiße Tuchabgänge, hinein,läßt es zusammen 4 Stunde lang kochen, läßt dieWolle über Nacht darin liegen, deckt den Kessel zu,und nimmt sie frühmorgens heraus, spült sie im Flusserein aus, legt sie auf Horden und läßt sie trocken wer-den. Die rückständige Flüssigkeit sieht nun schmutzigund grünlich, und kann noch als schwefelsaures Was-ser in manchen Fällen benutzt werden (z. B. h. 4VS.wo. 2.).