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tz. 412.
Vom Färben mit lchwekellaurem und abge-tütetem Indigo mit Ankott und ohne den-tetbrn.
i Auf 2v Pfund wollene Waare.
Man füllt einen sehr reinen kupfernen oder zin-nernen Kessel mit reinem Wasser, wirft einige Händevoll Weizenkleie hinein, läßt es aufkochen und netztdie Waare darin. — Alsdann löst man 8 Pfund rei-nen Alaun und 5 Loth Zinnsalz, oder nur 4 PfundAlaun darin. Wenn alles gelöst und aufgerührt ist,so dreht man die genetzte Waare wieder hinein, einigeMale hin und her, und läßt sie Stunde kochen.
Die angesottene Waare wird nun aufgelummert,ein Säckchen mit Indigo geschwängerte Wolle (h. 41l.)<o lange in dem rückständigen Bade herum genommen,bis sich so viel Indigo abgezogen hat, daß es schonblau geworden ist; oder es werden statt dessen einigeLoth Jndigoausiösung (§. 4VV.) hineingegossen undaufgerührt. Darauf wird die angesottene Waare wie-der hineingehaspelt, Stunde lang handirt, man läßtsie fallen und Stunde lang kochen. Alsdann wirddie Waare ein Mal übergedreht und in eine andereLage gebracht, worauf man sie wieder 4 Stunde ko-chen läßt. Sollte das Färbebad vielleicht vom Färbe-stoff ziemlich erschöpft sein, so dreht man die Waareauf- Ist sie noch nicht nach dem Muster voll genug,so wirft man entweder den Sack mit der blauen Wollewieder hinein, oder man seht noch mehr Jndigoauf-lösung hinzu, und rührt das Färbebad unter einander.
Nun wird die Waare wieder hineingedreht, ge-schwind hin und her gehaspelt, fallen gelassen undwieder 4 Stunde lang gekocht. Sieht man nun, daßdie Waare nach Muster gefärbt ist, so lummert man