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Alle Arten der Schafwolle : ihrer Natur und Beschaffenheit nach, leicht kennen zu lernen und solche zu verarbeiten oder theoretisch-praktische Belehrungen für Tuch-, Zeug- und Strumpf-Fabrikanten, Wolleinkäufer, Wollsortirer, Wollkämmer und deren Gesellen und Lehrlinge : enthaltend: gründliche Kenntnisse von der Natur und Beschaffenheit aller Arten von Schafwolle, deren Verarbeitung zu Garnen, Tuchen und Zeugen... / herausgegeben vom Tuchfabrikanten, Kunst- und Schönfärber Carl Friedrich Scherf
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316
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Minuten kochen, aber ja nicht länger; dann läßtman sie im Bade liegen, bis sie abgekühlt sind,nimmt sie heraus und spült sie u.s.w.

Anmerkung. Auf diese Art können auchLuche und Zeuge chemisch-blau und veilchenblau ge-färbt werden.

Siebente Abtheilung.

Bon der Erzeugung der rothen Farben auf Woll«,Garne, Tuche und wollen« Zeuge.

h. 423.

Krapp roth.

Auf 2i Pfund Wolle und auf 32 Pfund Tuch, Flanell rc.

Man füllt einen sehr reinen zinnernen oderkupfernen Kessel mit reinem Wasser, macht es kochend,löst 4^ Pfund Alaun und 3 Loth Salmiak darinauf, bringt die Waare hinein, läßt sie 2 Stundenlang darin kochen und behandelt sie dabei nach hh.38?. 394. Wenn es möglich ist, so läßt man dieangesottene Waare 2 — 3 Lage liegen und spült sieerst dann, wenn sie ausgefärbt werden soll.

Zum Ausfärben bestellt man einen Kessel mitreinem Wasser, wirft 6 Pfund guten Krapp hinein,und wenn das Bad handwarm ist, so bringt mandie Wolle oder das Tuch u. dgl. hinein, behandeltbeide nach den angeführten h§. und regiert das Feuerso, daß das Bad binnen 1 Stunde erst anfängt zu ko-chen. Nachher wird die Waare herausgenommen,verkühlt und im Flusse gespült. «