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Alle Arten der Schafwolle : ihrer Natur und Beschaffenheit nach, leicht kennen zu lernen und solche zu verarbeiten oder theoretisch-praktische Belehrungen für Tuch-, Zeug- und Strumpf-Fabrikanten, Wolleinkäufer, Wollsortirer, Wollkämmer und deren Gesellen und Lehrlinge : enthaltend: gründliche Kenntnisse von der Natur und Beschaffenheit aller Arten von Schafwolle, deren Verarbeitung zu Garnen, Tuchen und Zeugen... / herausgegeben vom Tuchfabrikanten, Kunst- und Schönfärber Carl Friedrich Scherf
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Anmerkung. Der Salmiak macht das Krapp-roth mehr carmoisin, der Weinstein aber mehr gelb-roth, und setzt man Zinnsalz oder Zinnsalzsaure hin-zu, so wird die Farbe scharlachartig.

tz. 424.

Krapprot h.

Auf 1« Pfund Garn und Leisten.

Wenn das Wasser im Kessel anfängt warm zuwerden, so thut man auch sogleich oder noch eher 5Pfund guten Krapp hinein, gießt dann, wenn dasBad handheiß (4U —45° k.) geworden ist, und wo-bei es auch bleiben muß, Pfund von nachfol-gender Beize (tz. 425.) hinein, hängt die reinenGarne an Stöcken hinein, handirt sie nach einanderund so lange fort, bis sie fertig sind; dann werdensie herausgenommen, verkühlt und gespült, so lange,bis sie ganz rein sind.

Weil dieses Krapproth aber gewöhnlich einengelben Schein hat, so muß man einen Kessel mitWasser heiß machen, I Handeimer faulen Urin zu-setzen, die Garne wieder darein bringen und handiren,so werden sie sehr schön werden.

§ 425.

Zinntalfbeife.

Diese Beize dient nicht nur zu obigem Krapp-roth, sondern auch zu andern Farben, und wird alsobereitet:

Man löst in 1 Pfund Salzsäure (h. 323.) 4Loth Zinnsalz (§. 32?.), und läßt die Flasche mitdieser Lösung so lange stehen, bis letztere klar gewor-den ist.