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Alle Arten der Schafwolle : ihrer Natur und Beschaffenheit nach, leicht kennen zu lernen und solche zu verarbeiten oder theoretisch-praktische Belehrungen für Tuch-, Zeug- und Strumpf-Fabrikanten, Wolleinkäufer, Wollsortirer, Wollkämmer und deren Gesellen und Lehrlinge : enthaltend: gründliche Kenntnisse von der Natur und Beschaffenheit aller Arten von Schafwolle, deren Verarbeitung zu Garnen, Tuchen und Zeugen... / herausgegeben vom Tuchfabrikanten, Kunst- und Schönfärber Carl Friedrich Scherf
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zu, läßt es kochen, wie dort bemerkt ist, bringt dannden Zeug oder die Garne hinein und behandelt siedarin nach der schon bekannten Art so lange, bis dieFarbe fertig ist. Wenn man will, so kann manin dem rückständigen Persiobad noch so viel Waare,wenn sie vorher scharlachroth gefärbt ist, aus das Alllerschönste amarant färben. Dann wird die Waareim Flusse oder in einer Wanne mit Wasser rein ge-spült. Will man diese Farben noch abdunkeln, so be-handelt man sie in warmem Seifenwasser, bis siedunkel genug sind.

tz. 440.

Aota und Klau-Rota.

Luf >0 Pfund Garne.

Der Unterschied bei Erzeugung dieser Farben be-steht bloß darin, daß man dem Färbebad des erstemkeinen Weinstein, aber bei dem letztem 12 Loth des-selben zusetzt.

Zum Färbebad wird ganz reines, besonders Re-genwasser, wenn man dieses haben kann, genommenund kochend gemacht, dann gießt man 2V Loth Zinn-auflösung (§. 326.) und etwas in solcher Zinnauflö-sung ausgelöste Cochenille (auf 1 Loth Cochenille 2Loth Zinnauflösung) hinzu, hängt die Garne hinein,handirt sie und läßt sie so lange kochen (l Stunde),bis die Farbe da ist. Dann werden die Garne ge-spült. Will man mehrere Schattirungen von Rosafärben, so setzt man dem Bade weiter nichts mehr zu,als so zubereitete Cochenille.

Um nun dem Rosa einen blauen Schein zugeben, so muß ein Kessel mit Wasser gefüllt und ko-chend gemacht und so viel in Wasser eingerührter Per-sio zugesetzt werden, daß das Wasser röthlich wird,läßt es aufwallen, kühlt das Bad ab, bringt die röth-