8 Theile Wasser hinzugegossen. Diese Cochenillelösungbereitet man einige Stunden vor dem Färben. Nimmtman mehr Cochenille, so muß man auch mehr Zinn-auflösung nehmen, und diesen Satz umgekehrt.
Hier sind 2 Loth Cochenille xr. Pfund G. an-gewendet, jedoch kann man auch mehr oder wenigernehmen, nachdem die Farbe hell oder dunkel werdensoll.
tz. 437.
Zu dieser Zinn auflösung werden auf jedesPfund Salzsäure 5 Loth reines Zinn genommen undübrigens so gehandelt, wie oben (tz- 326.).
tz. 438.
Amarant- oder Taulrndlchön- (kl. Lilliäi»kort.) Farbe.
Um diese schöne Farbe zu erzeugen (aus lv PfundZeuge), muß der Zeug vorher scharlachroth (§. 436.)gefärbt werden; dann wird ein frischer Kessel bestellt,handheiß gemacht, 4 Pfund Pottasche, die vorher inWasser gelöst ist, hinzugesetzt, der Zeug hineingebrachtund so lange handirt, bis er gut ist. Nimmt manstatt der Pottasche 4 Loth Salmiakgeist, so bekommtdie Farbe mehr Lüster. Bringt man aber diese Sub-stanzen gleich in das Scharlachbad und dunkelt denZeug darin ab, so wird die Farbe trübe.
§. 439.
purxurroth aus Cochenille und perkio.
Auf 10 Pfund Zeug oder Garne.
Erstlich wird der Zeug oder das Garn nach obi-ger Art scharlachroth gefärbt. Alsdann setzt man demCochenillebad 1 Pfund mit Wasser angerührten Persio