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Alle Arten der Schafwolle : ihrer Natur und Beschaffenheit nach, leicht kennen zu lernen und solche zu verarbeiten oder theoretisch-praktische Belehrungen für Tuch-, Zeug- und Strumpf-Fabrikanten, Wolleinkäufer, Wollsortirer, Wollkämmer und deren Gesellen und Lehrlinge : enthaltend: gründliche Kenntnisse von der Natur und Beschaffenheit aller Arten von Schafwolle, deren Verarbeitung zu Garnen, Tuchen und Zeugen... / herausgegeben vom Tuchfabrikanten, Kunst- und Schönfärber Carl Friedrich Scherf
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Seite
359
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h. SV8.

Line grauröthlichr Couleur.

Auf 48 Pfund gewaschene Wolle.

Man kocht im Kessel und in einem Säckchen 14Pfund Gelbholz, 1 Pfund Blauholz und 4 Pfund Gal-lus ^ Stunde lang aus; dann wirft man 14 Pfd.Krapp hinein, läßt das Bad aufkochen, kühlt es abund steckt die Wolle hinein, handlet sie und läßt sieso lange kochen, bis sie die Probe aushält und demMuster ähnlich ist. Dann kühlt man das Bad ab,nimmt die Wolle heraus, verkühlt und spült sie.

§. so».

Line kleh-Farbe, auf 48 Pfund grrv. Wolle.

Man kocht im Kessel und in einem Säckchen Ij-Pfund Fernambuk, 4 Loth Gallus und 14 PfundKrapp 4 Stunde lang aus, setzt dann 4 Pfund Wein-stein zu, kühlt das Bad ab und bringt die Wolle hin-ein, behandelt sie behutsam, läßt sie 4 Stunde kochen,kühlt den Kessel ab, nimmt die Wolle heraus, verkühltund spült sie. — Soll diese Farbe noch röthlicherwerden, so setzt man mehr Krapp zu; soll sie mehr>ns Bildliche spielen, nimmt man mehr Gelbholz undweniger Krapp; soll sie aber ins Graue fallen, so wirdmehr Gelbbolz, Blauholz und Gallus erfordert.

Z. sio.

Norh einige Modefarben.

Auf so Pfund weiße oder angeblaute Wolle, welche auch zuMelange dienen.

Man löst im kochenden Kessel 8 Pfund Alaunund 4 Pfund Weinstein, gießt nach Belieben Gelb-hvlzbrühe hinein, nachdem der Grund stark oderschwach werden soll, bringt die Wolle in das