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Alle Arten der Schafwolle : ihrer Natur und Beschaffenheit nach, leicht kennen zu lernen und solche zu verarbeiten oder theoretisch-praktische Belehrungen für Tuch-, Zeug- und Strumpf-Fabrikanten, Wolleinkäufer, Wollsortirer, Wollkämmer und deren Gesellen und Lehrlinge : enthaltend: gründliche Kenntnisse von der Natur und Beschaffenheit aller Arten von Schafwolle, deren Verarbeitung zu Garnen, Tuchen und Zeugen... / herausgegeben vom Tuchfabrikanten, Kunst- und Schönfärber Carl Friedrich Scherf
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kochende Bad und läßt sie 1 Stunde lang kochen;dann setzt man 8—12 Loth eingerührten Persio zu,arbeitet die Wolle subtil durch und läßt sie noch 4Stunde kochen; es kommt nun darauf an, ob dieWolle weiß oder geblaut ist, in beiden Fällen sindes schöne Farben zu Melange. Bringt man die Wollebloß in das Persiobad, ohne Gelbholz, so erhält manauch schöne Farben; doch darf in diesem Falle keinePottasche angewandt werden, wenn man den Persioanrührt, welches aber im obigen Falle geschehen kann.

§. S1I.

Willkührlirhe Modekarben aus Indigauklö-tung, Pcrkio und andern Subltan;en auf Gar-ne. Erltens aus Indigauklötung undpersio, auk 10 Pfund Garne.

Man füllt einen Kessel mit 16 Handeimern Was-ser, macht es kochend und lost 2 Pfund Alaun und16 Loth Weinstein darin, gießt so viel Jndigauflösunghinzu, als nöthig zu sein'scheint, desgleichen noch -sPfund in Wasser eingerührten Persio, denn hier darfkeine Pottasche angewendet werden; dieses läßt manalles aufkochen, kühlt das Bad ab und bringt dieGarne hinein, läßt sie so lange kochen, bis die Farberecht egal gefärbt hat, welches binnen 1^ Stundegeschieht; dabei muß der Färber beobachten, was derFarbe noch fehlt; ist sie zu blau, so setzt er Persiozu, ist sie zu roth, dann wird Jndig zugesetzt. DieseZusätze müssen gar oft mehrere Male angewendetwerden, bis man aufs Muster gekommen ist. Diesehierdurch erhaltene Farbe wird an vielen Orten dasWolkenblau genannt; es ist eine der schönstenFarben, und es können aus einer Flotte mehrereSchattirungen erzeugt werden; man setzt nur jedes