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Alle Arten der Schafwolle : ihrer Natur und Beschaffenheit nach, leicht kennen zu lernen und solche zu verarbeiten oder theoretisch-praktische Belehrungen für Tuch-, Zeug- und Strumpf-Fabrikanten, Wolleinkäufer, Wollsortirer, Wollkämmer und deren Gesellen und Lehrlinge : enthaltend: gründliche Kenntnisse von der Natur und Beschaffenheit aller Arten von Schafwolle, deren Verarbeitung zu Garnen, Tuchen und Zeugen... / herausgegeben vom Tuchfabrikanten, Kunst- und Schönfärber Carl Friedrich Scherf
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363
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kühlt eS ab, bringt die Garne hinein, handirt sie undläßt sie 1 Stunde lang kochen; diese Farbe wird röth-lichrbraun, ist eine beliebte Damen-Farbe, undläßt sich durch Jndigoauflösung in Weinsteinfarbe,durch Blauholz und Indiz in Chokoladenfarbe ver-wandeln, kurz, man kann diese Farbe auf vielerleiArt abändern.

tz. 5 N.

Eine Sandkarbe.

Auf 29 Pfund Tuch oder Casimir, oder auch auf 2t Pfund Wolle.

Man kocht in einem Kessel ein Säckchen mit 14Pfund Gelbholz, 4 Pfund Schmuck und PfundKrapp oder 1 ^ Pfund Sommerröthe z. Stunde langaus, setzt dem Bade 4 Pfund Weinstein zu, rührtes auf, kühlt es ab und bringt die Waare hinein,handirt sie 4 Stunde lang und läßt sie noch 14 Stundelang kochen. Dann setzt man dem Bade noch 1 j Pfd.Eisenvitriol zu und handirt die Waare so lange dar-in, bis die Farbe dem Muster gleich ist rc.

tz. 518 .

Von dem Grunde verschiedener Trappkarben.Auf 4« Pfund Tuch.

Was die Sand- und Weinsteinfarben anbetrifft, sowerden diese sehr häufig getragen, und eine ganz dunkleSandfarbe wird erhalten, wenn man 10 Pfund Gelb-holz abkocht, 4 Pfund Alaun und 1 Pfund Weinsteindarin auflöst, ein wenig Jndigauflösung und 1 Pfd.Krapp zusetzt, um aber das Färbebad rein zu er-halten, schüttet man den Krapp in ein Säckchen undhängt es in das Bad, dann dreht man die Waarehinein, läßt sie so lange kochen, bis sie eine schöne