»64
Farbe hat; dann wird sie herausgenommen, verkühltund gespült.
Ucbrigens läßt sich nichts weiter darüber sagen,als nur so viel, daß das Gelbholz unter diesen dreiFärbestoffen die Haupt- und Grundfarbe vorstellt;wenn man dieses allein dazu nehmen würde, so würdeman ein angenehmes Gelb erhalten; setzt man etwasJndigauflösung zu, dann würde die Farbe etwasstärker oder schwächer Apfelgrün und beides schöneFarben werden; setzt man aber einen andern Farbestoffzu, so werden beide Farben verdorben und es entstehteine Sandfarbe, Heller oder dunkler, welches auf dieMenge des Zusatzes ankommt; selbst letztere kann nocksehr verändert werden, wenn man Krapp und Indiznach Belieben zusetzt; übrigens kann man bei denTrappfarben gar keine bestimmte Vorschrift geben,weil durch Hinzusetzung kleiner Quantitäten der ver-schiedenen Färbestoffe auch andere Farben entstehenmüssen; der Färber muß daher seinen Beobachtungs-geist und seine Urthcilskraft richtig in Anwendungbringen, sonst kann er nichts Gutes hervorbringen;er muß dabei lernen, aus welchen Färbestoffen dasMuster zusammengesetzt ist.
h. 519.
Modckarbe den Erbsenschoten ähnlich, auk20 pkund Tuch, Cakimir u. dgl.
Wenn das Wasser im Kessel kocht, so löst mandarin 2^ Pfund Alaun und Pfund Weinstein, danngießt man die Brübe von 14 Pfund Gelbholz undso wenig Jndigauflösung zu, daß man kaum einengrünlichen Schein in dem Bade sieht; darin läßt mandie Waare 2 Stunden kochen; diese so schöne Mode-farbe gleicht den Schoten der Erbsen und kann helloder dunkel dargestellt werden, nachdem wenig oder