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daran erkannt wird, daß das Rollen der in der Flüs-sigkeit aufsteigenden Luftblasen nicht mehr gehört wird.
Bei dieser Operation tritt die sich luftförmig ent-wickelnde schwefelige Säure mit dem Wasser in Verbin-dung und nimmt eine tropfbar flüssige Form an, wäh-rend die mittlere im Deckel befestigte Röhre der überder Wasserfläche befindlichen atmosphärischen Luft, sowie derjenigen, welche etwa aus dem Wasser selbstentwickelt werden möchte, einen Ausgang gestattet.Merkt man, daß keine Lustentwickelung im Fasse mehrvorgeht, so muß der Kolben geöffnet werden, damitdie im Fasse befindliche Flüssigkeit nicht Gelegenheiterhalten kann, durch die Leitungsröhre in den Kolbenüberzutreten.
Das Faß enthält nun eine wie brennender Schwe-fel riechende Flüssigkeit von stechend säuerlich schme-ckender Art, die nun in wohlverstopften gläsernen Fla-schen Jahre lang ohne Verderbniß aufbewahrt werden
kann.
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tz. 542.
Anwendbarkeit dicker Kteiehkiiu re.
Um z. B- 1VV Ellen Casimir oder 5« Ellen Tuchweiß zu machen, mischt man Ivv Quart der sobereiteten tropfbar flüssigen schwefeligen Säure mit ebenso viel Wasser. Diese Mischung wird in einer Wannevon Fichtenholz unternommen, die mit einem gut pas-senden Deckel verschlossen werden kann, worein danndie wollene Waare gelegt und durchnäßt wird. Sovorbereitet bleibt die bedeckte Wanne etwa 12 Stundenlang stehen, worauf die Waare umgewendet wird, undläßt sie dann noch 12 Stunden in Ruhe. Dann wirddie gebleichte Waare herausgenommen, mit reinemWasser gespült und getrocknet. — Sollte die Waare nochnicht weiß genug geworden sein, so wird diese Arbeit ent-