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Alle Arten der Schafwolle : ihrer Natur und Beschaffenheit nach, leicht kennen zu lernen und solche zu verarbeiten oder theoretisch-praktische Belehrungen für Tuch-, Zeug- und Strumpf-Fabrikanten, Wolleinkäufer, Wollsortirer, Wollkämmer und deren Gesellen und Lehrlinge : enthaltend: gründliche Kenntnisse von der Natur und Beschaffenheit aller Arten von Schafwolle, deren Verarbeitung zu Garnen, Tuchen und Zeugen... / herausgegeben vom Tuchfabrikanten, Kunst- und Schönfärber Carl Friedrich Scherf
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weder nochmals wiederholt, oder man nimmt gleichbeim ersten Einlegen der Waare mehr schwefelige Säureund um so viel weniger Wasser, als oben angegebenwird. Auf die nämliche Art werden auch die andernwollenen Waaren und Garne behandelt.

tz. 543.

Man kann der auf obige Arten geschwefelten odergebleichten Waare auch dadurch ein schöneres Ansehenertheilen, wenn man Berlinerblau mit Salzsäure ab-reibt, oder schwefelsauren Indiz in vielem Wasser zer-theilt und die Waare darin durcharbeitet. Man kannauch eine dergleichen blaue Flüssigkeit sogleich mik demKreidebad mischen und die Waare darin behandeln.

Sollte die auf diese Weise behandelte Waare nachdem Trocknen fleckig erscheinen, so darf man deswe-gen nicht ersckrecken. In diesem Falle legt man dieWaare aus einen Tisch u. dgl. und klopft sie miteinem Stocke so lange aus, bis sie den Kreidestaubverloren hat

§. 544.

Obige Bleichflüssigkeit wird auch erhalten, wennman den Kolben mit I Theil fein gepulverten Holz-kohlen oder 1 Theil trockner Sägespäne anfüllt undaus dir erstern 3 Theile und auf die letzteren 4 TheileSchwefelsäure gießt und den Prozeß so ausführt, wieoben (§. 541.) gelehrt worden.