18 V Veränderungen der Erdoberfläche.
kohlensaures Eisenoxydul, phosphorsaures Eisenoxydul,Eisenvitriol und Eisenkies. Dies häufige Vorkommen vonEisen in dem Torfe bildet den Übergang zu dem Rasen-eisenstein (Sumpferz, Wiesenerz). Derselbe ist in denNiederungen von Norddeutschland, Norwegen und Schwe-den sehr verbreitet; sein Vorkommen auf Gebirgßhöhengehört zu den Seltenheiten. In Schweden und Rußlandfindet er sich auf dem Grunde vieler Landscen.
Die organischen Reste gegenwärtiger Bildungen müs-sen nothwendig die jetzt lebenden Thiere und Pflanzenumfassen, obschon auch jetzt ausgestorbene Geschlechter dar-unter vorkommen können. Der Mensch verändert nichtallein die Oberfläche des Festlandes, zerstört Wälder, ver-hindert die Überschwemmung von Niederungen, verändertdie Wafferläuse, sondern er zerstört auch die Thierge-schlechter, deren er nicht bedarf, und vergrößert durchSorgfalt und Schutz die Zahl der ihm nützlichen Thiere.Verschieden schon müssen die Überreste der Thiere auf demFestlande von denen sein, welche in einer früheren Pe-riode, ehe der Mensch seine Herrschaft in dem jetzigenMaße über die Erde verbreitet hatte, zurückblicken. DieWaffergeschöpfe stehen nicht so unter dem Einflüsse desMenschen. Eine wesentliche Veränderung muß in derMasse der Vegetabilicn entstehen, welche die Flüsse herabin's Meer treiben, besonders in den Zonen, ,wo der Menschdas Holz nicht allein zum Bauen, sondern als Brenn-material gebraucht. Die Masse des Holzes, welches derMissifippi täglich in seinem Delta aufhäuft, muß sich mitden Wäldern vermindern, welche der Mensch in Weidenund Felder umwandelt.
Das Riesenelenn von Irland hat an mehreren Punk-ten mit dem Menschen zusammengelebt, aber auf derandern Seite hat dasselbe gleichzeitig mit dem Elephan-ten das mittlere Europa bewohnt; auch fehlt noch derBeweis, daß das Mastodon von Nordamerika vor demAnfange der gegenwärtigen Bildungen gänzlich vertilgtgewesen ist. — Die cultivirten Länder von Europa lie-fern die häufigsten Beispiele von Thiergeschlechtern, welche