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Anleitung zum Selbststudium der Geologie : nach dem Book of Science / von Karl Hartmann
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328
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S28 Bon den unteren geschichteten

der, als auch in »»geschichtete Massen über. Sie findensich sogar über und zwischen Gebirgsarten gelagert, wel- l

che Versteinerungen führen, ohne daß die Überzeugung l

erhalten werden kann, daß sie ebenso wie diese durcheinen successiven Niederschlag aus dem Gewässer gebildetworden sind. In einigen Fällen widerspricht ihr Verhal-ten an der Grenze mit den früher betrachteten, regelmä-ßig geschichteten Gebirgsarten einer solchen Anficht durch-aus, und es ist von der Art, daß es sich nur durch einspäteres Eindringen der Felsarten an ihre gegenwärtigeStelle erklären läßt. Noch dunkler und zweifelhaftersind aber die Erscheinungen, wo sich deutlich durch me-chanischen Absatz gebildete Schichten, in ihrer weiterenFortsetzung allmälig darin übergehend, in krystallinischeSchichten verändern, welche sich durch nichts in ihrerZusammensetzung und in ihren sonstigen Verhältnissenvon der großen Masse derselben unterscheiden.

Die unteren geschichteten Gebirgsarten haben sehr ver-schiedenartige Gemengtheile und gehen häufig so in ein-ander über, daß es fast ganz unmöglich ist, bestimmteNamen auf die verschiedenen Gemenge anzuwenden. Sel-ten enthalten die Schichten eine einfache Mincralsubstanzauf einer weiteren Strecke, ohne Beimengung von einerandern Substanz, wenn man nicht den Thonschiefer alseinfaches Mineral annimmt. Wir betrachten nun zu-vörderst die einzelnen Glieder dieser Gruppe und danndieselbe im Allgemeinen.

1) Thonschiefer.

Syn Urthonschiefer, kkxllscls.

Dieser Thonschiefer ist in geologischer Hinsicht wesent-lich von jepem der Grauwacke unterschieden. Seine Ent-stehung ist sehr zweifelhaft; da er häufig Schwefelkies-krystalle enthält! ein Beweis, daß das Gestein einst ineinem Zustande war, die Krystallisirung des Schwefel-eisens zu gestatten, so kann er ebensowohl mechanisch,als chemisch entstanden sein. Vielleicht wird eine Zeit