Einleitung.
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deren Durchmesser im Achten nicht über § Linke, besserdarunter ist. Hierin steigen (gefärbte) Flüssigkeiten,wenn sie vom Glase angezogen werden, zu Höhen, die,bey einerley Flüssigkeit und Glasmasse, ohngefehr inVerkehrter Verhältniß der Durchmesser der Röhren sind»Flüssigkeiten hingegen, die unter sich stärker, als mitdem Glase, zusammenhangen, stehen in der Röhre nie-driger, als im Gefäße, z. E. Quecksilber.
§.Z4. Anmerkung 1. Hieraus folgen mancherley Er«schrchungen:
1. Das Aufsteigen der Flüssigkeiten in porösen Körpern,als Scbwamme, Löscdpapier, Zucker, Erde, Holz und derglei«chen; indem in solchenKörperv dieIwlschenräume so über ein»ander liegen können, daß sie cylindrisck-Oeffunngen bilden, i»denen die Flüssigkeiten, wie in den Haarröhrgen, aufsteigen.
2. Das Aufsteigen der Sötte in den Pflanzen.
5. Das Eindringen der Flüssigkeiten in feste lockere Kör«per.
4. Das Aufsteigen des Wassers zwischen zwey Glasplat«ten. u. s. >v.
§. 95. Anmerkung 2. Mit der Cohäsion und Adhäsionstehen noch zwey Phänomene in Verbindung, nämlich die Ver«fchikdenbeit der Form und des Zustandes der Körper. Denndie Cohäsionskralt gibt den Theilen der Materie, wenn sie derWirkung dieser Kraft ungehindert folgen können, einebestiwm«re Form, welche bey flüssigen Körpern, wenn sie nicht elastischsind, in der Bildung der Tropfe«; bey festen Körpern aberin dem G cfüg e oder der Textur, und in der K rist a ls\«satio« bestehet. Diese Form und der damit verbundene vier«fache Zustand, in welchen ein und derselbe Körper übergehenkann, sind nun noch naher zu betrachten.
§. 96. Erklärung. Die nicht elastischen Flüs-sigkeiten nehmen in einzelnen Theilen die sphärische Ge«stall an, und bilden Tropfen oder Kügelgen, theils,wenn st'e in kleinen Massen durch die Lust fallen, wie dieRegentropfen; theils auf Platten, mit denen sie nichtso stark zusammenhangen, daß sie darauf zerfließen. Z.E. Wasser, Wein sind dergleichen auf einet mit Hexen-