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2 (1838) Zweiter Theil, den Wasser- und Hochbau enthaltend / von J.M. Voit
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im untern Winkel nicht so heftig als hei den vorigenBuhnen. Eine Verlandung des untern Winkels kannwie bei den senkrechten Buhnen erfolgen; aber der istwie bei dieser der Gefahr ausgesetzt unterspühlt zu werden.

§- 101 .

Es ist bisher die Nede von solchen Bubnen gewesen,deren Krone ganz über dem Wasserspiegel liegt. Ergießtsich aber das Hochwasser über solche hin, so kann derUebersturz den Wurzeln und den Ufern, von welchen sieausgehen gefährlich werden. Die Ufer der declinantenBuhnen haben dabei am meisten zu leiden, und vielleichtam wenigsten die inclinanten. Die schnellste Verlandungaber kann bei der senkrechten erfolgen. Daher werden de-clinante Buhnen nur selten anzurathen seyn, weil sie denüberstürzenden Strom auf das untere Ufer lenken und das-selbe nicht beschützen.

Wenn ein abbrüchiges Ufer keine bedeutende Langehat, so kann es mit einer einzigen Buhne geschützt wer-den, ist es aber lang, so müssen mehrere Buhnen hinter-einander in angemessenen Entfernungen von einander an-gelegt werden.

Buhnen zum Schutze eines Ufers angelegt heißenSchutzbuhnen, und dabei ist zu merken, daß ihre Län-ge nie in die Normalbreite des Flusses treten darf. Da-runter wird aber die Normalbreite für den höch-sten Wasserstand verstanden. Soll aber dem nie-dern Wasserstande eines Flusses, unbeschadet dem Hä-hern, eine Grenze gesetzt werden, so können Buhnen unterdem niedersten Wasserstand angelegt werden die sich vonder Normalbreite für den höchsten, bis zur Normalbreitefür den niedersten Wasserstand erstrecken. Diese aber wer-den, wie weiter unten folgt, am zweckmäßigsten vonSenkfaschinen gemacht.