Karte 
Neuer Handatlas über alle Theile der Erde / entworfen und bearbeitet von Dr. Heinrich Kiepert, Mitglied d. Königl. Academie der Wissenschaften zu Berlin
Entstehung
Seite
9
JPEG-Download
 

9

Zu ]Vo. SO.

(NB. Die meisten hier angegebenen Correcturen sind in den am untern Rande mit„revidirt 1859“ bezeichneten Exemplaren schon eingetragen; die darin nochnicht enthaltenen sind im folgenden mit * bezeichnet.)

Königr. der Niederlande. Prov. Friesland (die Schreibart Friesland ist antiquirt und imLande selbst nicht mehr in Gebrauch). Im nürdl. Theil 1. DoFkum st. Dorkum (Stadt),im südl. Theil steht neben dem richtigen Namen Kuinder oder Tjonger des bei Kuinrein die Zuiderzee mündenden Flusses noch in einigen Exemplaren mit rückliegenderSchrift, als wenn es Flufsname wäre) irrig der Name Zevenwolden, welcher der Land-schaft nördlich von demselben gehört.

Prov. Groningen; östl. Theil. Veendam und Winschoten sind (vor der Berichtigung von1859) in Bezug auf ihre statistische Bedeutung mit einander verwechselt; jenes sollteals Landgemeinde Cursivschrift, letzteres als Stadt stehende Schrift haben. (Ebensoauf Bl. 8).

Prov. Drente. Norden: bei Assen ist Rolde st. Relde zu lesen. Südrand: Äoevorden, bes-sere Schreibart als Coeverden.

Prov. Over-Ijssel . Bei Zwolle 1. Heine st. Hein«.

Prov. Gelderland . Westl. von Deventer 1. Vassen. Nachzutragen sind, als nicht wohl zuentbehren, die in den ersten Abdrücken aus Versehen ausgebliebenen Namen der Rhein-arme Waal (bei Nijmegen) und Merwede (bei Dordrecht ); so auch des Städtchens*Ter Borg an der östlichen Landesgrenze bei Emmerich mitten zwischen den DörfernWisch ,und Gendringen, am nördlichen Ufer der Ijssel .

Prov. Utrecht . Huisen an der Zuidersee, besser Huizen.

Prov. Nord-Holland. Bei Amsterdam I. Durgerdam und Broek in’t Waterland. Bei Alk-maar ist blofs Schermer zu lesen statt Schermershoorn und letzterer Ort 5 niederl. Mijlennordöstlicher an den Punkt, wo die 3 Canäle zusammenstofsen, zu setzen.

Prov. Süd-Holland. Statt Rijsburg bei Leijden 1. *Rijttsburg; st. Krampener Waard (Rhein-insel bei Rotterdam ) Krimpener W.

Prov. Zeeland, Insel Schouwen : st. Brumisse I. *Brunisse; auf der Insel Z. Beveland, 1. *Bors-8 eien und *’s Heerenhoefc. Auf dem Festland an der Südgrenze *Sas van Gent st. Gentf.

Prov. Nord-Brabant. Rosendaal (besser * Rozendaal) W. von Breda sollte als Stadt mitstehender Schrift bezeichnet sein; S. davon an der Landesgrenze 1. Putten; N. vonBreda Lage-Zwaluwe st. Zwalawe. Zwischen Breda und Tilburg ist der Flufsname* Leg zu streichen und dafür *Donge zu setzen. — Veghel bei Hertogenbosch ist alsLandgemeinde mit Cursivschrift zu bezeichnen.

Prov. Limburg. Roermonde zu schreiben. Susteren steht nach holländischer Orthographie:da es an der Grenze des deutschen Sprachgebietes liegt, ist die unserer Aussprachegemäfse Schreibart Siisteren als deutlicher vorzuziehn. — * Valkenburg und Vaals zwi-schen Maastricht und Aachen sind Marktflecken, nicht Dörfer.

Königreich Belgien. Prov. West Flandern ; Südgrenze bei Yperen st. Gheluueft l.*Ghelmt>e.

Das Ortszeiehen von Ost Roosebeke* (so) nördl, von Kortrijk , soll nicht an der Leyesondern 2 Kilom. N. davon auf dem 21. Längengrad liegen.

Pr. 0st-Flandern, Ostgrenze bei Dendermonde (so zu schreiben) l.*Gnmbergen. Der zudem Doppelring an der Eisenbahn zwischen Gent und Aalst gehörige Name Wetteren fehlt auf einigen Exemplaren, vgl. die Eisenbahn-Nachträge.

Pr. Hennegau, st. Herquegnies bei Leuze 1. Hacquegnies. N. W. davon ist das Ortszeichenvon Celles auf die westliche Seite des Flüfschen zu setzen.

Pr. Brabant, das Ortszeichen von * Nil St. Vincent an der Südgrenze liegt falsch, vgl. dieEisenbahn-Nachträge; ebenso das von *Leeuw (an der Ostgrenze bei St. Truijen) welches2 Kilom. südlicher an die kleine (östliche) Gellte (so besser zu schreiben als Gelte')zu setzen ist.

Pr. Lüttich, Ostgrenze gegen Aachen, zu dem Ortszeichen mit dem Namen * Homburg ge-hört der Name *Sinnich; das zu Homburg gehörige Ortszeichen ist unter dem rechtenStrich des II auf die Nordseite des Flüfschens zu setzen.

Pr. Namur; S. W. Grenze bei Philippeville ist der unvollständig gestochene Name Cerf zuCerfontaine zu ergänzen; an der S. 0. Grenze bei Rochefort I. Bure st. lluree.

Pr. Luxembourg, Nordgrenze bei Marche 1. Hotton st. Hatton. Südgrenze bei Virton I.Müssen st. Mussy.

Grofsherzogthum Luxen bürg. Südgrenze 1. Freisingen st. Frisingen.

Preufs. Rheinprovinz , von N. nach S. bei Rees 1. Millingen, bei Wesel 1. Spelle«. N. vonKrefeld I. Hwls, S. 0. von Elberfeld 1. Wipperfürth, 0. von Elb. 1. Vö'rde. N. von Aachen 1. Hünshoven, S. von Düren (zw. Köln und Aachen ) 1. Fäfsenich st. Froitzheim, S.v. Bonn 1. Meckenheim , S.W. v. Coblenz 1. Dünc/ienheim st. Durgenhm.

Bair. Rhein Pfalz, st. Schwarzb&cb , Flufs bei Zweibrücken 1. AYbach.

Frankreich, längs der belg. Grenze, W. v. Lille , Estaires heilst mit flämischem Namen Stehers,nicht (Siegers; S. 0. von Valenciennes I. Goinmegnie st. Gromm.; bei Mezieres der Flufs-namc Sermonne, 0. v. Sedan 1. Donzy. Auf 50° bei Amiens 1. Warloy - Bailion,N.W. v. Reims 1. Cormicy, N. davon bei Vervins 1. Hary st. Hazy, dessen Ortszeichenauf das Südufer des Flüfschens gehört. — Nach dem unteren Rande der Karte unter1 0 bei Ch. Thierry 1. -Be'zu, unter 3 11 1. Triaucourt.

GENERALKARTEN MITTELEUROPÄISCHER LÄNDER.

No. 5. Deutschland. 12. Gesammtstat Oesterreich . 13. Oestliche(ausser-deutsche) Hälfte desselben.

Die Karte vod Deutschland , welche natürlich für den fast durch dasganze deutsche Gebiet vertheilt liegenden Preulsischen Stat zugleich alsUebersichtskarte dienen und defshalb in IN ordosten nothwendig auch die ei-gentliche Provinz Preufsen mit umfassen mufste, erforderte bei dem Formatdes Blattes ohnehin eine weitere Ausdehnung in der Richtung von Osten nachWesten (welche für das engere deutsche Bundesgebiet der nordsüdlichen fastgenau gleich ist), somit die unverkürzte Aufnahme der zu Deutschland innäherer Beziehung stehenden Nachbarländer und. der natürlichen Gebiete desWeichselbeckens in O. wie des Maasbeckens in W. *). Dagegen erschienfür die Karte des Oesterreichischen States die zusammenhängende Ab-bildung seiner natürlichen Grundlage, des Gesannntgebietes seiner mächti-gen Hauptpulsader, des Donaustromes, bis zu den östlichen Küsten hinab, |nach welchen commercielle wie politische Verbindungen die Interessen des jKaiserstates in der Neuzeit mit immer steigender Energie hinweisen, bei wei-tem wichtiger, als die Vervollständigung der geographischen Bezüge über seine(ohnediefs durch die neuesten Ereignisse für jetzt weiter hereingerückte) po-litische Grenze im Westen, zumal dieselben auf der Karte von Deutschland leicht zu überschauen sind. Beide Karten sind zur gegenseitigen Ergänzungnicht nur durch gleichen Mafsstab berechnet, sondern für die congruirendenStücke m der That auch in Zeichnung und Stich vollkommen übereinstim-

o

*) Den Namen des Rheinzuflusses Lippe, welcher in den ersten Exemplaren dieser Karte durchVersehen ansgelassen ist und vermifst werden könnte, bittet man nachzutragen; ebenso sollten die NamenRegensburg, und m der Schweiz Bern, Glarus und Liestal unterstrichen und im östlichen BöhmenPolicka statt Policka geschrieben sein.

mend, da sie auf galvanischem Wege aus einer einzigen weit gröfseren Kartevon ganz Mittel - Europa abgenommen sind *).

Das aufserdeutsche Gebiet Oesterreich’s im Osten, auf beiden Seiten derKarpaten, zumal aber das in seinen von der Natur mehr bevorzugten Theilenan grofsen Ortschaften reiche Ungarn und das durch die Mischung ver-schiedener Nationalitäten ebenso wie Ungarn mit mehrfacher geographischerNomenclatur fast überladene Siebenbürgen erforderten defshalb eine spe-ciellere Darstellung, als sie in dem kleinen Mafsstabe der genannten Ueber-sichtskarte von Oesterreich ( 5o5( U 5u , also kleiner als bei fast sämmtlichen Län-dern Süd- und West - Europa’s) ausführbar war; kaum reichte selbst derMafsstab von 5öa J or)fl (gleich demjenigen der Karte der britischen Inseln) aus,um alle gröfseren Orte mit ihren nationalen Verschiedenheiten der Benennun-gen, unter denen defshalb eine strenge Auswahl der wichtigeren zu treffenwar, einzutragen; besonders in Siebenbürgen und im nördlichen, von Slawen(Slowaken und Russinen) bewohnten Ungarn erscheint defshalb wegen derfast durchgängigen Mehrnamigkeit der Orte die Fülle der Schrift gröfser, alsim Verhältnifs zu der nicht übergrofsen Zahl der aufgenommenen Orte **).

Eine ganz besondere Schwierigkeit erwächst auf diesem vielsprachigen Boden noch aus derVerschiedenartigkeit der Schreibart, deren sich die einzelnen Sprachen zum Ausdrucke derselbenLaute bedienen, ein Punkt, der eine besondere Erläuterung um so mehr fordert, als die in neue-rer Zeit von der slawischen Philologie versuchte und von der neuesten österreichischen Stats-praxis anerkannte Zurückführung der orthographischen Einheit auf eine nationale Basis, ohneRücksicht auf geographische Abgrenzung, den bisher auf diesem Gebiete herrschenden Gebrauchtotal verändert und für den Nicht - Linguisten das Zurechtfinden ungemein erschwert hat. Nachdem bis zum Jahre 1848 herrschenden Gebrauche, der nicht allein officielle Gültigkeit, sondernauch durch die Uebung vieler Jahrhunderte historische Berechtigung erhalten hatte, daher vonden daran gewöhnten auch jetzt noch in der Literatur angewendet wird und vollends zum Ver-ständnis älterer Bücher und Karten genaue Kenntnisnahme verlangt, bediente man sich imganzen geographischen Bereiche des ungarischen Statencomplexes (d. i. Ungarns und seiner hi-storischen Nebenländer Siebenbürgen, Banat, Kroatien und Slawonien, einschliefslich der Militär-grenze ) für die verschiedenen in diesem Gebiete herrschenden Sprachen, mit alleiniger Ausnahmeder deutschen , derjenigen Orthographie, welche das herrschende, aber seinem Wohnsitze nachziemlich auf das Centrum jenes Länderkreises beschränkte Magyarische Volk bei Annahmedes lateinischen Alphabets für seine Sprache ausgebildet hatte: unter diese Regel fielen also au-fser dem Rumänischen (wlachischen) in Siebenbürgen und dem südöstlichen Ungarn auchmehrere Slawische Sprachen: im Norden der Magyaren östlich das Russinische (ruthenische),westlich das dem Cechischen (böhmischen) nächstverwandte Slowakische; im Süden dage-gen die untereinander nächstverwandten Dialekte der Kroaten und Serben, von denen derletzte bei weitem die gröfsere, aufserhalb des Banats, Slawoniens und der Militärgrenze bekannt-lich auch über Dalmatien, Bosnien und Türkisch-Serbien sich erstreckende Ausdehnung behauptet;für die letztgenannten unter türkischer Herrschaft stehenden Länder, welche in ihrem einheimi-schen geringen Schriftgebrauche sich des nationalen slaw-ischen (cyrillischen, so wie die Wlacheneines daraus modificirten) Alphabets zu bedienen pflegen, wurde in Bezug auf ihre Personen - undOrtsnamen die obgedachte in den österreichisch-slawischen Grenzländem übliche Modification deslateinischen Alphabets sehr natürlich wenigstens im Gebrauche der österreichischen Nachbarn ange-wandt und v'ar nach derem Vorgänge auch bei Autoren anderer Völker, wenigstens in vielen, ohneeigne Kritik copirten Karten und in Zeitungsberichten, in ziemlich allgemeine Aufnahme gekommen.Nur das schmale serbische Küstenland Dalmatien hatte, in Folge des seit Jahrhunderten durchdie venetianische Herrschaft bestehenden Einflusses eine mehr dem italienischen Systeme (beson-ders im Gebrauche des c, s, z) genäherte Schreibweise angenommen, mit mehreren eigenthümlichenAusdrucksweisen (z. B. f für italienisches c vor e und i oder den Laut tsch), von denen die An-wendung des x für den Laut des französischen j, und ch für den südslawischen eigenthümlichenLaut, den wir nach unserer Schreibart durch 1j ausdrücken würden, als geringe Abweichungvon der eigentlichen magyarischen Orthographie auch in den benachbarten kroatisch-serbischenGebieten Aufnahme gefunden hatte. Neben diesem, wenn auch verschiedene Sprachgebiete unddiese wieder nicht ganz umfassenden, doch geographisch scharf begrenzten orthographischen Systemebestand nun örtlich und historisch getrennt in den nördlich angrenzenden slawischen Ländern, Böh-men, Mähren, Polen , ein in der Bedeutung mehrerer Buchstaben (besonders des c, cz, sz, s) wesent-lich abweichendes System; geographisch reicht dasselbe bekanntlich über das Gebiet der eigentlichpolnischen Zunge in Folge des jahrhundertlangen politischen Einflusses östlich hinaus über die west-russischen und ostgalizischen Landschaften, deren dem Russischen nächstverwandte Dialekte neuer-dings sich auch in der Schrift dem national-slawischen Elemente zuzuwenden beginnen, dem west-lichen Europa aber bis jetzt nur in dem ihnen historisch überkommenen polnischen Gewände be-kannt sind. Daher konnte in unsern Karten nicht allein für ganz Galizien , sondern auch (nachdem Vorgänge der österreichischen Autoritäten) für das so lange administrativ damit verbundene,wenn gleich ethnographisch nur halb zugehörige, zum grofsen Tlieile von wlachischen Romanen be-wohnte Gebiet der Bukowina , sowie für die angrenzenden russischen Provinzen des ehemaligenPolens nur die hergebrachte polnische Orthographie beibehalten werden***), wie sie denn auch fürdie genannten unter österreichischer Herrschaft stehenden Gebiete bis jetzt die officielle gebliebenist. (Am meisten Anstofs pflegt in derselben den der Sprache nicht kundigen Deutschen und an-dern Europäern zu bieten und verdient daher eine ausdrückliche Hinweisung der consequente Ge-brauch des Buchstabens c für den Laut des deutschen z [ts der Westeuropäer], dem man in denFällen, wo ihn die übrigen europäischen Sprachen wie k aussprechen, also vor a, o, u, vor Con-sonanten und zu Ende, auch in slawischen Namen ganz gewöhnlich diese falsche Aussprache, an-statt der allein richtigen wie ts oder iz , geben hört.) Andrerseits haben die in dem westlichenVolkstheile dieses nordslawischen Gebietes, durch die nationalphilologische Schule cechischerGelehrten, besonders Dobrowsky’s, seit einigen Jahrzehnten auf Vereinfachung ihrer ursprünglichmit der polnischen fast völlig übereinstimmenden Schreibart und Herstellung einer allgemein-slawischenOrthographie mittelst lateinischer Buchstaben und differenzirender Zeichen (c, s, r, n, e, statt desfrüheren cz, sz, rz, ni, ie) gerichteten Bestrebungen nicht nur im Norden bei ihren mährischen undslowakischen Sprachgenossen bereitwillige Annahme, sondern seit dem letzten Jahrzehnte, beson-ders durch Lud. Gaj’s Bemühungen auch in Kroatien und dem österreichischen Serbien Nach-ahmung gefunden: dieses vereinfachte System ist denn auch in der neuem österreichischen Stats-praxis für sämmtliclie slawische Sprachen aufserhalb Galiziens angenommen, mithin für die süd-slawischen Länder (Kroatien, Slawonien, Wojwodowina, Banat) als einziges, in Böhmen, Mähren ,Nord-Ungarn aber für die ganz oder vorherrschend von Slawen bewohnten Bezirke zur Geltunggebracht worden: da es in amtlichen Ausfertigungen, Zeitungen und neueren österreichischen Litera-turwerken allgemein gebraucht wird, somit auch (wenngleich oft unverstanden und entstellt) in dieaufserösterreiehisehe Tagesliteratur Eingang findet, so blieb uns nichts übrig, als es nach demVorgänge klassischer Arbeiten, wie der vortrefflichen ethnographischen Karte des Kaiserthums vonHm. v. Czürnig auch für unsere Karten in möglichster Consequenz zu adoptiren. Leider läfstaber selbst die gesetzliche Bestimmung, wonach die officielle Schreibart der Ortsnamen sich in je-

*) Diese Karte gewährt eine bequeme Uebersicht des gesammten Central-Europa , von der Nord-spitze Jütlands und Riga im Norden bis jenseit Neapel im Süden, von London und Paris im Westenbis Odessa und Constantinopel im Osten. Preis des hohen, fast 3' breiten Blattes, cart. 1 Thlr.

**) Die vollständige Darstellung des in weiterem Sinne zu diesem Ländercomplexe gehörigenKüstenlandes von Dalmatien , etwa in einem Carton, den doch die räumliche Oekonomie des Blatteskaum irgendwo bequem anzubringen erlaubte, erschien um so weniger nöthig, da dasselbe, abgesehenvon der Generalkarte von Oesterreich, auch in etwas größerem Mafsstabe auf der Karte von Italien zur Anschauung kommt.

***) Vergl. unten über No. 24 Rufsland. Da die Angabe der Ausspracheregeln für solche aufein verhältnifsmäfsig kleines geographisches Gebiet beschränkte abweichende Systeme bei geringer Zahlder in Rede kommenden Namen unbequem weitschweifig, ihr gänzlicher Mangel aber verwirrend seinwürde, so habe ich vorgezogen, in allgemeinen Uebersichtskarten, wie Europa u. a., lieber die ganzeNomenclatur (aufserhalb der bekannten germanischen und romanischen Sprachen) dem gleichförmigenSysteme zu accommodiren. Auch auf Bl. 15 sind die wenigen, dem in der südöstlichen Ecke einge-schlossenen Theile Kroatiens angehörigen Namen, um Weitläufigkeit zn vermeiden, nach deutscher Aus-sprache umschrieben worden.

3