Hämntologie.
Hämntologle (griech.), Blutlehre. j
Hänioptisie oder Hänioptoe (gr.).der Blntanswurf, das Blntspeieii. — Hä-morrhagle, jeder ivideriiatürlicbe starkeAusfluß des Blutes aus der Nase oderaus Wuudeu; der Blutfluß. — Hänror-rholden , - eigentlich : Blutgeschwüre a»dem Mastdarm, die zuweilen Blut twusich gebe»; insgemein: die goldene Ader,der Blutausfluß aus dem After. Der flie-ßenden , mit Blutoerlnst verbundene»Goldader steht gegenüber die blinde, mitschmerzhafte» Knote», Zacken. Daher: Ha-in orr b o> da l b e schür erd e n , »nd hä-morr hold« lisch. — häniosrntisch,blntstillend. .
Iliieres <lat.), Erbe. — llaeres ab iu-lesiato, siehe IntesiatErbe. — baeres
alleiniger Erbe. — Heredität, Erbschaft.
Häresie (griech.), Kellerei, Abweichungvon der heirschenden Kirchenmeinnug. —Häresinreh, das Haupt oder der Vor-steher der Ketzer; arger Ketzer, Jrrlehrer,Irrgläubiger. — Häretiker, Häreti-kus, ei» Ketzer, vermeintlicher Jrrlehreroder Irrgläubiger, der von der herrschen-de» Lehre abweicht.
häsitiren (lat.), 1. zweifeln, anstehen,sich bedenken; 2. stocke» im Reden. —Häsitatio», das Zweifel», das Anstehen.
Hnferei. Haverei, stehe Avarei-
hagard tfranz.), verstört, wild, stoc-rig, ungesellig.
Hngiographa (griech. 1, die dritteKlasse der biblischen Bücher, welche dieJuden von, mosaischen Gesetze und von denPropheten unterscheide», »amlich die Psal-men , Sprüche, Prediger und HoheliedSalomons, Hiob, Ruth. Klagelieder Je-remiä. Esther, Daniel, Esca, Nehemias,und die Bücher der Chronik.
Hagiologium (griech.), Kalender derHeiligen-
hatcyonisch, still, heiter.
Hnllelujn (hebr-), lobet den Herrn!
Hallore», Hall-Leute, die Salzar-bsiter zu Halle in Preußen. Sie stam-men von den Wenden ab, haben ihre be-sondere Kleidung und Sprache, auch ihreigenes Thal- und Gerichthaus, und stehen
Schweizer's Wörterbuch. V.
Hamiltonische Methode. 225
I unter einem eigenen Salzgrafen; sie sindauch treffliche Schwimmer und Kletterer.
Hallucination llat.), Sinnes-, Au-gen - Täuschung , phantastische, traumhafteErscheinung. — halluciniren, Sinnes-tättschiingen unterworfen sein, Truggesial-teu sehen. Töne zu hören glauben u. s. f.
Halomantie (griech.), Wahrsagereiaus Salzhaufche».
Halonen (griech.), Dunstkreise, Höfeum Sonne und Mond.
Helioskop (griech.), ei» Werkzeug,die eigenthümliche Schwere des Wasserszu bestimmen. Es besteht aus einer hohlen,elfenbeinernen Kugel, mit einer 5 — 6 Zolllangeii Röhre, auf welcher Abtheilungengemacht sind, die die verhältnißmäßigeSchwere des reine» Wassers und allermöglichen Mischlingen desselben mit Salz-theilchen angeben.
Halotechnie, Halurgie (griech ),Salzwerksknnde; derjenige Theil der Che-mie, der sich mit deii Salzen beschäftigt,Salzbereikungslehre. — Halurg, Salz-kocder, Salzwerker.
Hama (griech.), sauf Rezepte») aufeinmal, zugleich (zu nehmen.)
Hainadryaden < griech.), Waldnym-pbcu, die von den Dryaden darin un-terschieden waren, daß diese sich ilnterden Bäumen, jene aber in denselben auf-hielten , und mit den Bäumen entstandenund starben; Baumnymphen, weiblicheBaumgeistec.
Heimeiln . Heinrnns ltürk.), in derTürkei »nd deii Morgenländern, die öffent-lichen Bäder (daher H a ma n g! - B a sch i,der Aufseher der königliche» Bader.)
Hmnern, feine und doch zugleich dickeArt Baumwollenzeug, dem Piguö ähnlich.
")
Hamiltonische Methode, diejenigeBebaudlungsweise fremder Svrachen, nachwelcher, mit Uebergebnng der Grammatik,der Unterricht darin besteht, daß man ent-weder ein Buch durchgeht, worin unterjedem fremde» Worte die Bedeutung steht,oder schriftlich eben so eine Uebersetzung
*) Hamen (vom lat. >»ma»), ein beutelför-migeS Netz.
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