226 Hämorrho'iden.
machen laßt, und vielerlei praktische Ue-bungen anstellt. Jb" Anhänger rühmenihr nach, daß man zugleich die grammati-sche» Forme» und die copi» rorboraia inden Kopf bekomme.
Hamorrho'iden, stehe oben.
Hanse, Hansa, HanseatischerDund (alt deutsch), ei» znc wechselseiti-ge» Beihülfe, hauptsächli» zur Sicherstel-lung des Handels ;»c See und zu Land«,ursprünglich von Lübeck und Hamburg, imJahr 1241 geschlossener Bund. Die Zahlder dieser Verbindung beipflichtende» Städte(Hansestadt«) stieg nach und »ach bisauf 85. Der Bund dauerte bis zu Endedes xvi. Jahrhunderts. Jetzt führen nurvoch Lübeck, Hamburg und Bremen denName» Hansestädte.
Hapaxlegomeuon (griech.), «inWort,das ein einziges Mal in den uns aufbe-wahrten Schriften der Alten vorkommt.
Happelourde (franz.), <. falscher Edel-stein; 2. eitler Schimmer, Trug.
Haram (türk), der Tempel zu Mekka,worin das heilige Haus, die Kaaba,steht, nach welchem alle Türken wallfahr-ten. Diefer Tempel heißt auch Beit-Ullah.
Harangue (stanz, sprich: Ha ränge),eine Rede, zumal eine feierliche. — ha-ranguircn, eine Rede halten; einenh a ra ng u ir e» , «inen anreden.
harceiire» (stanz, sprich: harsseli-ren), beunruhigen, necken, anhaltend ve-rirrn.
Hardes, Ilarsr, (frz. spr.: Hacd').Kleidungsstücke, Reisegepäck.
barlli (stanz.), kühn, dreist. — Hav-diesse, Kühnheit, Dreistigkeit.
Herein (türk.), der abgesonderte Theilin den vornehmen türkischen Häusern, wodie Weiber getrennt von den Männer» le-ben. Jeder Mobamedaner darf vier recht-mäßige Frauen und mehrere Beischläferin-nen halten, die sich. nebst den erster», imHinkerhause, mit hochgemauerten Garteneingeschlossen befinden . und unter derstrengen Aufsicht schwarzer Verschnittenerund alter Hofmeisterinnen stehen. Dasgrößte Harem ist das kaiserliche, auch Se-rail genannt.
Harlekin oder Hariequiii (stanz.),
Harmonie.
Hanswurst, Pickelbaring, siehe Arlequin. !— Harlekinade, Possenspiel, Hanswurst- !streich, Narrenposse.
Harmattan, ei» verderblicher, trock-nender, erstickender Wind an der Küstevon Afrika-
Harmonie (griech), I. Uebereinstim-mung, schönes »nd richtiges Verhältniß;
2. Einigkeit, Eintracht; Z. in der Ma-lerkunst, richtige Mischung, Vereinigungund N.beueinaiiderstelliing passender und ineinander verfließender Farbe» ; zweckmäßigeVertheilung des Lichts und Schattens;gehöriges und gefälliges Verhältniß derdargestellten Dinge; 4 in der Musik, Ver> leiuignng mehrerer Töne zu einem Arrord;oder das Wohlklingeu, das gute Zusam-menfließen mehrerer Töne in Einen; —oder die Verbindung mehrerer einzelner Ac-corde zu einem Ganzen; gute Zusammen-stimmung aller Stimmen eines TonstnckS.Wenn die Regeln von Zusammensetzungund Folge der Accorde gut beobachtet sind,so sagt man, die Harmonie sei gut undrein. — Harmonie -er Evangelisten,ist eine vergleichende Zusammenstellung dervon den vier Evangelisten erzählten Bege-benheiten. — Harmonie, vorher be-stimmte. (b-irmviiu, p>i>e,->I.>bi!>I-l in derPhilosophie: eine, die Gemeinschaft desLeibes und der Seele betreffende Meinungdes Philosophen Leibuitz nach welcher Gottbeide Theile ursprünglich zu einer durchausharmonischen Reih« von Veränderungen be-stimmt habe» soll so daß die beiderseitigenVeränderungen zusammentreffen. ungeach-tet sie sich unabhängig von einander nacheigene» Gesetzen entwickeln, wie daS Schla-gen und Zeige» zweier Uhren stets znsam-mentresk» würde, wenn sie gleich gestelltwären, und einen vollkommen gleichen Gangbehielten, »»geachtet keine von beiden dieandere bestimmte. — harmonisch über-einstimmend . wohl zusammen klingend;einträchtig. — harmoniren. überein-stimmen , einig sein, zusammenstimmen.(Siehe sympathlstren) — Harmonik,Wohlklangslebre. — Harmonika, ein mu-sikalisches Instrument die Glasglockenlaute;sie besteht gewöhnlich aus etlichen und 40 aneiner Walze hinter einander gereihten glä-sernen Glocken oder kohle» Halbkugel»,von denen je eine größer als die andereist, und jede mit ihrem Rande etwas her-