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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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Naumachie.

die schaffende Natur, die Natur ihremWesen, ihren Kräften nach betrachtet. —diät,,,-» na!»,'»!«, die erschaffene Natur.die Welt der Erscheinungen. — natural ,natürlich was >» gegeben oder ge-

leistet wird. — Naturalien, alle vonder Natur selbst hervorgebrachten Erzeug-nisse in ihrem rohe» Zustande. Naturpro-dukte, z. E. alle Arten Erdfrüchte. —Naturalien-G'nimlung oder Cabi-Iiet, ist eine Sammlung von Produktenaus allen drei Naturreichen, besonders vonNaturseltenheiten — di-lucaila, natürlicheDinge. Bedürfnisse, Verrichtungen. — inpn,-i!> n->tu,-i>ui>n.,, stehe >n. — naturali-sire» , einheimisch machen, einbürgern,emem Ausländer das Bürgerrecht geben;eine Gewohnheit in Gang bringen, gang-bar mache», einführe»; vergl. nationa-listren- — Naturalisation, Einbür-gerung, Heimrechtsverleihnng, wie Na-tionalisirung. — Naturalismus,

1. natürliche Religion, Vernunftglanbe;

2. Schleiermacher bezeichnete dadurchauch alle Reliaionsformen, welche sich aufden Naknrdienst, z. B. den Sternendienstbeziehen. — Naturalist, 1. einer, dernur die natürliche Religion annimmt, undhingegen die geoffenbarte verwirft; 2. Na-turanbeier; 3. einer, der eine Kunst, ohneRegel», aus bloßer Naturanlage treibt,der in irgend einem Fache, ohne Anwei-sung, ohne Studien sich eine Fertigkeiterwirbt, ein «»gelehrter Künstler. — Na-turell lfranz. v. lat.), Naturhang, auge-bocne Art, natürliche Neigung, Sinnes,art. — NaitW > Historie , Naturge-schichte-

Naumachie (griech.), 1 . Seeschlacht,besondersein nachgeahmtes, künstliches See-oder Wassergefecht, welches eine Gattungder öffentlichen Spiele bei den Römern aus-machte; 2. der zu solchen Seekreffen be-stimmte Platz. — Nauskopie, die vor-gebliche Kunst, die Ankunft von Meer-schiffen vorauszusagen.

n-„,5e!> (lat. >, Schiffskrankheit; Ekel.

Nautik (griech.), die Schifffahrtskunstoder Kunde. —Nautiker, ei» Schifffahrks-kundiger. — nautisch, schifffahrtskundig,zum Seewesen gehörig.

Nautilus llat. eigentlich: Schiffer),der Name gewisser Schalenthiere, derenSchalen einem kleinen Schiffe gleichen und

Schweizers Wörterbuch. V.

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die oft auf der Oberfläche des Wassersumhersegeln.

naval (lat.), die Schiffe oder dieSchifffabrt betreffend. — »avigabel, schiff-bar. - Navigation, Schifffahrt.— Na-Vlgations-Acte , das >t>5l von Eromwellgegebene englische Seehandels- und Sclstff-fahrtsgesetz, nach welchem kein fremdesScbiff andere Güter nach englischen Hafenführen darf, als Prodncte des Landes,von dem es herkommt, und englische Waa-ren nur auf englischen Schiffen ausgeführtwerken dürfen, deren Eapiräne. nebst min-destens zwei Drittbesten der Mannfchaft ge-born« oder natnralistrte Engländer find,so daß auch kein fremdes Schiff eine Rück-fracht von England, wohl aber jedes eng-lische Schiff doppelte Fracht von ander»Ländern soll nehmen dürfen. Nur die bei-den Hansestädte Hamburg und Bremen,nebst Danzig, wurden im Jahre 16c>2 vondiesem Gesetze freigesprochen. — Navi-gator, Seemann, Schiffer.

di. li. , Abkürzung von »ostco conto,unsere Rechnung.

Nebulist, i.ei» Wolkenmaler; 2. einNebler, flüchtiger Zeichner. Daher nebu-listisch zeichnen. — nebulös, 1. ne-belig, trüb; 2. trübsinnig grämlich. Die-sem entspricht Nebulosttät- — ncbularönne«, Hornhantfleck <im Auge).

diel,,,!» llat.), ei» Taugenichts.

necessär (sranz.), nothwendig. — Ne-ceffär . dlsc«5,»„«, ein Kästchen, oderBehältniß zum Aufbewahren allerlei kleinerWerkzeuge llvie Schecre, Messer), dieFrauenzimmer besonders auf Reisen mitsich führen; Bedarfsbentel, Bedarfstasche.— Necesfität, Necessttas (lat.),

Nothwendigkeit. — »ecessitns nbsolula,unbedingte Nothwendigkeit. — »ecc«.non Nabet legen, , Noth hat kein Gebot,in der höchsten Noth erlaubt man sichAlles. — necessitiren nöthigen, zwin-gen, in die Nothwendigkeit setzen.

Necrolog, flehe Nekrolog.

Nectar, Nektar (griech.), i. dersüße, balsamische Göttertrank, der imOlymp gereicht wurde; 2. bildlich iedcs Ge-tränk von besonderer Gute, Kraft undSüßigkeit; vorzugsweise ein aus halbge-trockneken Trauben bereiteter Wein von dergriechischen Insel Scio. (Vgl. Ambrosta-)22