Orangisten.
Orcm giften lfranz.), 1. Allhanger desPrinzen von Oralsten, als Erb-Skatthal-teis von Holland; 2. die politische Parteider Protestanten in Irland.
Orang-Utang, ein großer, dem Men-sche» ähnlicher Affe, der Waldmensch.
Orarium slak.l, Schweißt,tch; ei»S>nck des priesterliche» Anzuges bei denGriechen und Katholiken; eine Binde, einTuch. das über die Arme des Priestersgelegt wird.
Oration tlat.), 1. eine Rede; 2. Ge-bet. — 0,'SNO ctamwics, das Gebet desHerrn, das Unser - Vater. — Oratiun-cula, eine kleine, kurze Rede- — Orartor, ein Redner. — oratorisch, red.nerisch. — oratorische Satze, durchtveiche eigentlich nichts bewiesen wird, son-dern welche nur durch rednerischen Schmuckgefallen. und die Leidenschaften in Bewe-gung fetzen. — Oratorium, 1. ein mitMusik begleitetes Drama, welches einebiblische Geschichte oder eine geistliche Hand-lung darstellt, und znm gottesdiensilichenGebrauche an hohen Festtagen bestimmt ist;2. ein Betzimmer, Betsaal. MehrheitOratorien-
Orbil, Orbilius, der Name einesfinstern, mürrischen, mit Schlagen fretge-bigen Schulmeisters zu Horazens Zeit; da-her jeder verdrnßltche. alles einblauendsLehrer oder Schulmeister.
Oi'bis pirwü <lat.>, die gemalte Welt,Bilderwelt, sinnliche Vorstellung der wich-tigsten Gegenstände der Natur und Kunst,ehemals bon ComeniuS verfaßt, hernachvon Rector Leder er im Jahr >784 ver-bessert und erst neulich n ieder in vollkomm-nerer Form bearbeitet. — orbieulär,kreisförmig.
Orcan, Orkan sgriech.), ein Sturmvon nngewöhnltcher Heftigkeit, Windsbraut.
Orcheoeele sgriech.), Hodensackbruch.— Orchis, ecne Pftanze mit hodenähn-li cheii W nrze lkn o lle n -
Orcheotomie sgriech.), sobiel als Ca-ftration.
Orchestographie tgriech). Tanzbe-schreibnng oder Tanzzeichnnnq , Ivodnrch diebeim Tanze durch die Bewegungen der Tauzer gebildeten Figuren durch Linien ange-denket werden. — Orchefter, 1. der
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abgetheilte Ort im Theater und in Concer-ten. wo sich die Musiker befinden; dieTonbühne; 2. die Tonkünstlec, welche spie-len, zusammengenommen; Z. bei den Grie-chen der Raum, wo der Chor sang undtanzte; bei den Römern der, in welchemdie Senatoren ihre Ehrenplätze hatten. —Drcheftik, die Tanzkunst, besonders dieKunst. Stimmungen »nd Zustände des Ge-müths, Gefühle, Situationen, auch Hand-lungen durch rhythmische Bewegungen,Stellungen und Geberden auszudrücken unddarzustellen. — Orchesirion, eine vomAbt Vogler, so wie auch von Kunz inPrag erfundene Orgel, die vier Griffbre-ter hat, jedes zu 6 3 Tastet,, und die Wir-kung eines ganzen Orchesters nachahme» soll.
Orcus, Orkus llat.). in der Fa-bellehre, 1. die Unterwelt, das Reich derTodten, das Schattenreich, auch der Ha-des oder Tartarus genannt; 2. Pluto,der Gott der Unterwelt.
Ordalien (altdeutsch für Urtheile),Gottesurtheile, Unschuldsproben, d. h. Fener-Ntid Wasserproben, ivodnrch der Aberglaubedes Mittelalkers die Schuld oder Unschuldeines Angeklagten entscheiden liest. Eswurde nämlich das Nichtnnkersinken inpWasser, und die Unempfindlichkeit gegenglühendes Eisen als Kennzeichen der Un-schuld betrachtet.
ordinär (franz.), gewöhnlich, üblich.— Ordinäre (die', die gewöknliche Post,der gewöhnliche Postwagen. — Ordinäreldas), das Gewöhnliche, hauptsächlich inBezug auf Speise und Trank.
Ordinalie» (lat.f, Ordinal-Aah-len , Ordnungszahlwörtec, E. der Erste,der Zweite ». s. f. Vgl. Cardinalien.
Ordinandus <lat.>, ein Kandidat derznm Predigeramte eingeweiht werde» soll»Pfarramtsanwart.— Ordinarius teigent-lich: der Gewöhnliche, Ordnungsmäßige,,I. ein mit vollem Gehalte angestellter Pro-fessor irgend einer Facultät. ei» ordentli-cher Professor, pevke-isoe So-
dann bedeutet Ordinarius der Juri-sten F a c nl t ä t denjenigen Professor, ivel-cher in den Spruchcollegien das Recht desVorsitzes hat; 2. der höchste geistliche Vor-steher eines Kirchsprengels; Z. Bischof derHerrnknter. — Ordination , die Ein-wethnng oder Etnsegtiung znm getstlichen