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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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Stativ'.

Stativ (tat. >, ei» Gestell von Holz,worauf mathematische Werkzeuge beim Feld-messen gestellt werde».

Statue (lat. 1, Statue (fraiiz.f,1. Bildsäule. Ehrensäule; 2. ein »»em-pfindlicher Mensch . Klotz, Götze. — Sta-tuette, kleine Bildsäule. — statt,a egus-sirls (lat.>, ein Standbild zu Pserde. —Statuarius, Bildhauer.

statuire» (lat.), 1. festsetzen, verord-nen, bestimmen, beschließen; 2. annehmen,behaupte»; zugebe». — Ein Exempelstatuire» , ein tvarnetides Beispiel auf-stellen.

Statur (lat.), Leibesgröße, Leibes-gestalt, Wuchs.

Status, Status t lat.), 1. Stand,Zustand, Beschaffenheit, Bewandtniß einerSache; 2. Staat. — Status actiriis etpasslrus, der Zustand des Vermögens undder Schulden, Vermögensbestand und Schul-

dettbckrag, — Status causae, die Beschaf-fenheit , Lage der Sache. — Status c->u-Irovslsjae, Streitfrage, Streitpunkt. Be-schaffenheit einer Streitsache. — Status ju-sotveutiae, Zahlungsunfähigkeit- — Status>u rialn, Staat im Staate, eine Corpo-ration, die eine gewissermaßen ftir sich be-stehende lind unabhängige Gewalt bildet. —

— Status guaestloui.s, der Punkt der Frage,worauf es in einer Streitsache ankommt.

— Status guo, der bisherige, der vorigeZustand, z. B. die und die Angelegenheitist noch immer in staiu gno, d. i. imnämliche» Zustande, worin sie schon langewar, unverändert. — in statuier ati ante,in den vorigen Anstand zurück.

Statute» (lat.), Gesetze, Grundge-setze einer Gemeinde, Gesellschaft oder Stif-tung, Satzungen. Verordnungen. — statu-tarisch. verordnungsmaßig, satznngsmäßig,durch Gesetze und Statuten bestimmt, ge-setzlich zufolge der Statuten eines Ortes.

— statutarische Portion gesetzlicherAntheil am Nachlasse eines Verstorbenen oderan der Berlassenschaft eines Ehegatten.

Skaurolater l griech.), Kreuzanbeter.

— Staurophor, Krenzträger bei kirch.liehen Auszügen.

Gteamboats (e»gl. sprich: Stihm-boths), Dampfkähne, Dampfschiffe.

Stearin (griech. 1, der eigentliche Talg-stoff, der reine Talg (der flüssige Bestand-

Stenostomie.

theil des Unschlittes wird entfernt, so daßnur der feste übrig bleibt). — Stearin-lichter oder Stearin-Rerzen, gerci-nigte Talglichter.

t-llteatit lgriech.), der Speckstein. —Steatites, die Fettsucht. — Strato»«,Speckgeschwulst.

Steganographl'e (griech.), Geheim-schreideknnst, Kunst, mit Ziffern oder ge-Heimen Zeichen zu schreiben, geheime Zeichen-schrift. — stegaiiographisch , geheim-schriftlich.

Stegnosts (griech.), Verdichtung,Verstopfung z. B. der Schweißlöcher. —Stegiiotikir, zusammenziehende Heil-mittet.

Stelechite» lgriech.), Versteinerungenvon Stammholz.

stettutiin tlat.), gehe», 1. scherzhaft,auf das Sternguckeii ausgehen; 2. beiNacht lustwandeln.

Stellionat l lat.), Trnghandel, derBetrug, ivelcher bei den Verträgen, i,nHandel und Wandel, bei Verkauf oderVerpfändung einer Sache stattfindet, z B.wenn man ein verschuldetes Gut verpfän-det , als ob es schuldenfrei wäre.

Stemma (griech.), ein Stammbaum,Keschlechisbaum.— Stein iiiatographte,Stenimatologie, Geschlechterkunde, Ge-schlechksbeschreibung; (Jeneologie.

Steiiagma, Steiiagmus (griech.),Stöhnen.

Stenochorie (griech.), die Veren-gung einer natürlichen Oesfnuiig; beso».decs die der Mutterscheid«.

Sketiograph lgriech.). Schnellschrei,der-— Stenographie, Schnellschreibe,kunst, Kunst, vermittelst viel einfachererZeichen als unsere Buchstabenschrift dar-bietet, also vermittelst konsequent durchge-führter abkürzender Züge die Worte einesRedners darzustellen. — stenographisch,schnellfchreibend.

Stenokardie (auchSternodyme,

griech.), Beklemmung, Herzensangst.

Steiiostomie lgriech.), Mundklemme.

*) Stellage (sprich: Stcllabsch' >, Ge-stell, Gerüst.