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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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Syncilöphe. Synkratie.

Gynnköphe. Gynnkoiphe (griech.),Verschmelzung zweier Vokale am Ende deseine» und am Ansauge des ander» Wortes.

Synrillagnm (griech.), gegenseitigerVertrag. — synnllngmntisch, gegen-seikig verbindend.

Synanche (griech.), Kehlsucht, Kehl-enkznndung. Branne-

Synnrchie (griech.), Mitherrschast.

Synnrthrosts (griech.), Gelenkver-bindnng, Knochenfuge, ohne merkliche Be-wegung. Vergl. Dlarthrosts.

Synchondrosts (griech.>, das Knor-pelband. — Synchondrotomie, Durch,schneidung der Schambeinfuge bei schwerenGeburten.

Synchronismus (griech.), Gleichzei-kigkcii, Zusammeiistelluiig gleichzeitiger Be-gebenkeikeu in der Geschichte. — synchro-nistisch , (synchronisch). gleichzeitig. —synchronistische Tabelle», Tabellen,worauf die gleichzeitigen Begebenheiten zu-sammengestellt sind.

Syncope, siehe Synkope.

Syndesmologie (griech.), Lehre vonden Bändern und Sehne» des menschl. Kör-pers, Bänderlehre, Lehre von den Knochen,banderu. — Syndesniotomie , Lehrevon der Zerlegung der Knochenbäuder.

Syndikiis» Syndik (griech.), der-jemge. ivelchec einer ganzen Gemeine, einerZunft oder Stadt mit Rath deisteht, undsie m gerichtlichen Sache» vertritt, aneinigen Orten, z. B- zu Genf. eine dererste» MagistratSpersone». — Syndicnt,t. das Ami; 2. die Vollmacht eines Sy»-dicus. !

Synechie (griech.), krankhafte Ver-bindnug. Verwachsung.

Synedriui» (griech.), der ehemaligejüdische Gerichtshof, der hohe Nach zu Ie>rusalem; auch Snnhedrin.

Synekdoche (griech.), in der Rede.kiiiist, die Worivertanschuug, iiach ivelchecder Theil für das Ganze, oder hinwiederdas Ganze für den Theil, der Stoff fürdas, was daraus gemacht ist, gesetzt ist,z. B. Brot stakt Nahrung; Heerdstark Wohnung: an Edens Thor stallim Wohnorte der Seligen; das Ei-sen stau das Schwert; das Gold stakt

die Schatze, der Reichthum. — sy<nekdochisch , wortvertauschend.

Synergie (griech.), Mitwirkung. —synergetisch , mitwirkend. — Syner-gismus, die kehre, daß bei der Bekeh-rung deS Mensche» sein eigener freier Willeund seine natürlichen Geisteskräfte mikwir-ken muffen. — Synergist, einer, derdie Lehre des Synergismus annimmt.

— synergisitsch , was auf dieses Mit-wirke» Bezug hat; z. B. synergistischeStreitigkeiten in der christliche» Kirche.

Synests -griech.), l. Klugheit, Ge-schicklichkeit; 2. in der Sprachlehre, dieWortfügung, die sich nicht auf die Worte,sonder» auf den Sinn des Satzes bezieht.

Syngeneste (griech.) Mitenkstebung.

— Syngenesten Gewächse, deren Staub,faden an den Antheren zusammengewachsensind.

Synglosse (griech.), Darstellung derVerwandtschaft der Sprachen; ein Werk,worin mehrere Sprachen mit einander ver-glichen werden, hauptsächlich ein verglei-chendes Wörterbuch.

Syngrapdn (griech.1. Schuldverschrci-bung; Bescheinigung; gegenseitiger Scheinüber einen Vertrag.

Synizests, l. soviel als Synäre«sis; 2. Verschließung deS Augensterns.

Synkninpe (griech.), ein sehr biegsa-mes Gelenk, besonders daS Elldogengelenk.

synkntegorisch (griech.1, eingeschränkt,mir Einschränkung.

Synkope (griech.), t. Verkürzungeines Wortes durch Auslassung eines Buch-stabens oder einer Silbe in der Mitte,z. B. ew'ge» statt ewigen; 2, in derMusik, Berrucknng des Taktgewichtes; dasAnschlagen eines Tones in einem leichtenTakttheile und das Forihalte» desselben ausdem folgendeil schweren Takttheile; 2. inder Heilkunst, Ohnmacht.

synkopiren , zusammenziehen.

Synkrasis (griech.), Vermischung.

Synkrritie (griech.), bedeutet dieje-nige Art der Staaksverfaffung, da daSVolk durch selbsterwahlte Mitkelpersone» ander Ausübung der höchsten Gewalt einenAntheil nimmt (siehe repräsentativ).