522 System. Tabulatur.
System (griech.), ei» zweckmäßig ge-ordnetes Ganzes, künstliches Gefüge, Ge-bäude; so i Weltsystem, Sonnensy-stem; dann ein Lehrgebäude, ei» wissen-schaftliches Ganzes. — Systeme >te w dla-turs, ein berüchtigtes französisches Werk,atheistischen Inhalts. — Notetlsysiem ,die fünf Notenlinien, die Tonreihe. — sy-stematisch , zu einem wohlgeordneten Gan-zen verbunden, innig zusammenhangend. —systematistren, wissenschaftlich ordnen,in wissenschaftlichen Zusammenhang bringen.
— Systematik, Systematismus,
Streben »ach wissenschaftlicher Ordnung.
— Systcmatlkee, der die systemati-sche Behandlung liebt und befolgt.
Systote (griech.), 1. Zusammenzieht,ngdes Herzens bei jedem Pnlsschlage, umdas emvfangene Blut wieder zurnckzntrei-ben; auch das Herzspannen; 2. in derSprachlehre, Silbenkürzung, kurze Aus-sprache eines an sich langen Vokales (z. B.
luleruiit statt tuleoanl.)
Systyion , Systyl (griech.). in derBaukunst, ein Werk oder Gebäude, anwelchem die Säulen nahe beisammen ste-hen. — sysiylifch, »ahesäulig. — Sy-stylie», Säulenhallen.
Syzygie (griech.), t. in der Stern-kunde , die Zusammenkunft und der Gegen-schein zweier Planeten; die Stellung zweierSterne, da sie mir der Erde fast in gera-der Linie stehen, besonders des Mondesund der Sonne zur Zeit des Neu- undBolllichkes; 2. die Weglassung einer Silbeaus der Mitte eines Wortes.
T.
Tabagie (franz. sprich: Tabaschih),ein Ort der gesellschaftlichen Unterhaltung,wo man Taback raucht. TabackSfchenke.Kaffeehaüs, Bierhaus, oft von der schlech-ter» Art.
Tabarrs (ital.), 1. Mantel, Ueber-rock; 2. eine damit maskirke Person (sieheGöthe'S röm. Carneval.)
Tabatiere (franz.), Schnupftabacks-dose.
Tabaxir, ostindischec Bambuszncker.der aus dem zungen Bambusrohre von selbst
becansguellende zuckersüße Saft, welcherdann verhärtet.
Tabelle lv. lak. wiielw), Tafel; Ueber-sichtstafel, Faclnverk, Verzeichnis;. — ta-bellarisch, tabellenmäßig, in Tabellenforrn.
— tabellarisiren, in Tabellenform brin-gen. in Fächer eintheilen.
Tabernakel llat.), t. die Stifrshütteder Jsraeliken; 2. Behältniß der Mon-stranz bei den Katholiken; Z. kleine Nischeoder Blende zur Aufbewahrung von Re-liquien, Heiligenbildern u. s- w.; i. Na-me der Bethhauser der Methodisten inEngland.
Taberne, Taverne. Wirthshaus,Schenkhans; öffentliche Krambude. — Ta-bernen-Recht, Kram- oder Wirthsrecht.
'r->bes (lat.), Schwindsucht, Auszehrung.
— wbss NorLaN.4, Rückgratdarre.
ll'ubte, Table (franz. vom lat. t-,b>n->),
Tafel, Tisch. — 't'akw n'näw, Tadled'Höte (franz. sprich: Tabeldoht'),Gastwirthstafel. Gasttafel.
Tableau tfranz. sprich: Tab loh), 1.ein Gemälde; 2. Schilderung, Darstel-lung; Z. Berzeichniß, zusammengezogeneDarstellung in Form einer Tabelle. —wbw»„ Darstellung eines Gemäl-
des, einer Handlung durch lebende Per-sonen.
Tabletten <srz.), t. Tafelchen,Schreib-tafel; 2. ein Wandgestell zu Tasse», Glä-sern :c.
Tablettkrämer, siehe Tabulet-
Taboriten , 5?nssiten.
Tabouret (franz.), ein kleiner Stuhlohne Rücken- und Armlehnen.
wbuw ras» (lat.), I. abgekratzte, abge-schabte Schreibtafel; 2. leeres unbeschrie-benes Blatt. Man vergleicht die Seeleeiner ,->v»la i--,«», wenn man z» verstehengeben will, sie krage keine Begriffe insich, sie erwerbe sich erst durch Erfahrungdieselben.
Tabulat llat.), getäfelter, gedielterBoden, mit Bcetern belegter Gang, be-sonders in Klöstern.
Tabulatur (lat.), die genaueste Re-gelmäßigkeit; daher 1. in der Musik, die,in ältern Zeiten übliche. Art. die Töneanstatt der Noten mit Buchstaben lind dar-