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Früchte.
Geruch frisch, stark aromatisch, den Kopf einnehmend. Geschmack gewüizhaftbitter. Beides ist an den Schuppen wie an dem Lupulin selbst zu finden. DasLupulin ist der aus den Staubfaden abgesonderte Staub: Planche. Es isteine Drüse des Hopfens, welche Aehnlichkeit mit den Staubbeuteln hat; es er-scheint durch dieLoupe in Gestalt kleiner plaf(gedrückter Körnchen : Baillif. 100Hopfen geben 10 Lupulin Yves: nur ö Paycn, man erhalt es durch Absie-ben: häufig findet es sich aber auch auf den jungen Trieben. Aualysirt vonPlanche (18250, Yves, Payen, Chevallicr und Pellctan, eben soChappelet. Es^ist knetbar, entzündlich, und brennt mit heller Flamme. DerHopfen verliert durch Alter an Güte, in Brahmaspresse geprefst hält er sich län-gere Zeit,’ die Farbe wird dunkler, man bleicht ihn dann mit schwefeligerSäure.Dient zum Würzen des Bieres. Das Lupulin giebt man in Pillen, Salbe. DieHopfenschofslinge werden gegessen, sie enthalten einen zuckerartigen Stoff.
Nr. 39S. FRUCTUS MORI.
Maulbeeren.
Morus nigra~&hin. Schwarzer Maulbeerbaum . Tetrandriu, Digynia.CI. IV. Ord. 2- Familie der Urticeen.
Ein Baum Persicu’s, nach Andern China'», bei uns culfivirt inan die weib-liche Pflanze. Die im August oder September reif werdenden falschen Flüchtewerden aus den fleischig gewordenen Kelchblättern gebildet. Anfangs hcllgriiu,dann roth, zuletzt violett - schwarz. Die Maulbeeren enthalten erneu dunkclrotheii,süfslich säuerlich schmeckenden , viel Schleim enthaltenden Saft. Versuche mitihm von Smithson. Verwechslung mit den Beeren von Kubus fruticosus (Cl. XII.Ord.3.). Die Wurzelrinde untersuchte Wackenroder (1826). Im Holz ent-deckte Klaproth die Mau 1 b eerho 1 zsäu re. Morus alba mit weifsen Früch-ten wurde früher ebenfalls gebraucht. Die Blätter dienen zur Fütterung der Sei-denraupe (Bombyx Mori Fahr.).
Nr. 399. FRUCTUS MYROBALAN1.
Älyrobalani.
Die Myrobalanen, von ptvpor (Gewürz), ßaXavog (Eichel und Frucht),standen schon in den frühesten Zeiten als Heilmittel in grofser Achtung. LangeZeit kannte man die Abstammung nicht. Man gebrauchte dieselben innerlich unddie Saamen zum Räuchern, da sie beim Verbrennen einen angenehmen Geruch ver-breiten. Man hielt die verschiedenen Myrobalanen für die Früchte ein und der-selben Pflanze zu verschiedenen Zeiten gesammelt. Bestimmt läfst sich Folgen-des über die bekannten fünf Arten sagen:
I) Myrobalani Belliricae. Myrobalani rotundae. Fructus Myro-balani Belliricae. Beleylej (Arab.). Beleyleh (Pers.). Ba-ilira (Sans.l. Bulla (Duk). Tanikai (Tarn.). Beheyra (Hind.j.Boolloo (Cyng.). Bellirische Myrobalanen.
Terminalia Bellirica Roxb . Tevmhialia Chebula Retz. Myro-