Buch 
Grundriss der Pharmakognosie des Pflanzenreiches / zum Gebrauche bei akademischen Vorlesungen, so wie für Aerzte, Apotheker und Droguisten entworfen von Theodor Wilhelm Christian Martius
Entstehung
Seite
235
JPEG-Download
 

Früchte.

235

balanus Taria Buchanan. Pari in Mysore. Pani Rheede. Bellirischer Ca-tappenbaum. Decandria, Monogynia. CI. X. Ord. 1. Familie der Bucideen.

Haselnufs- bis wallnufsgrofse, rundliche oder eiförmige Früchte. Sie sindwenig runzelig, man bemerkt fünf Längsrippen, so wie sie häufig noch mit einemkurzen Stiele versehen sind. Sie sind sehr hart: der ziemlich grofse, hellbraune,ungleiche Saamen, wird von einem harzgUinzenden, braunen, festen Fleischeumschlossen. Geruch fehlt. Geschmack sehr herb und bitter.

II) Myrobalani Chebulae. Fructus Myrobalani Chebulae. He-lelije kabuli (Arab.). Helileh kelan (Pers.). Ilaritaka (Sans.).Caräkaia (Tel). Ilulclah (Duk). Kadükai (Tain.). Umie-d-her(II ind.). Har oder Ilara (Ilind.). Aräloo (Cyng.). Grofsescliwarzbraune Myrobalanen.

Perminalia Chebula Roxb. Myrobalanus Chebuta Gärtn. My-robnlanus Arula B u chana n. Arulay in Mysora. Grofser Catappenbaum.Decandria, Monogynia. CI. X. Ord. f. Familie der. Bucideen.

Ein Baum Ostindiens , dessen reife Früchte nahe au. anderthalb Zoll grofs,an beiden Enden verschmälert, beinahe bimförmig, stiellos, der Längenach mit fünf, öfters mehr Rippen versehen sind: häufig bemerkt man auchnoch zwischen je zwei Rippen einen schwachen Streifen. Von Farbe sind siesclnvarz.braun, an manchen Stellen röthlieh gelbbraun. Geschmack zusammenzie-hend, wenig bitter. In Ostindien dienen sie häufig als ein gelindes Abführungs-mittel. Häufiger wendet man sie jedoch in den Färbereien an, um Zeuge zurAnnahme dcrFuibcn vorzubereiten.

III) Myrobalani indicae. Myrobalani nigrae. Ableeluj-asood (Arab.).Helileh secah (Pers.). Kurkadaga (Sans.). Zengi-har (Ilind.).Singhi (Tarn.). Indische Myrobalanen.

Perminalia Chebula Rinn. Grofser Catappenbaum. Decandria,Monogynia. CI. X. Ord. 1. Familie der Bucideen.

Werden die Früchte durch Insectenstiche verkümmert, so entstehen pista-ciengrofse, längliche, punctirte Früchte, in denen das Rudiment eines Saamenskaum zu finden ist. Sie sind fast dunkelschwarz und von bitterlich stark zusam-menziehendem Geschmack. Man braucht'sie in Ostindien häufig als Purgirmittel.In jenem Lande sammelt man diese Früchte in verschiedenen Zeiträumen und da-durch entstellen folgende Arten der schwarzen Myrobalanen.

1) Halileh Zira (persisch), Ahliley Zira (arabisch) ist gepflückt, wenndie Frucht sich eben angesetzt hat. Im getrockneten Zustande haben sie dieGrüfse eines Kreuzkümmelsaamcns (Ziru).

2) Ilalileh Jawi, weiter gediehen. Ist von der Grüfse eines Gersten-kornes (Javv.).

3) Halileh Zengi, Hindi oder Aswed. Die junge Frucht noch weiterausgewachsen. Ist getrocknet von der Gröfse einer Rosine und schwarz, woherder Name (Aswed schwarz, Zengi Neger).

4) Halileh Chini gepflückt, wenn die Nufs schon einige Härte erlangthat. Die trockne Frucht ist grün, in's Gelbliche.