Band 
Erster Band.
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Geschichte der Jesuiten.

aber, ihre Sache, die vom Hofe so begünstigt wurde, mitHitze betreiben zu müssen, und drangen unaufhörlich aufdie Bekräftigung ihrer Patente. Endlich beschloß dasParlement, die päpstlichen Bullen, welche die Jesuitenvom Heil. Stuhle erhielten, und die Patentbriefe des Kö-niges, dem Bischöfe von Paris, und der theologischenFakultät zur Untersuchung zu übergeben, und ihr Gutach.len abzuwarten, ehe die Registrirung vorgenommen wer-den sollte.

Weder der Bischof von Paris, Eustach du Bel-lay, ein berühmter und gelehrter Mann, noch die Sor-bonne, übereilten sich in dieser Sache. Erst zwey Jahrenach obiger Parlamcntserkanntniß 1554. machten sie ihrGutachten darüber bekannt. Du Bel lay fand in denihm vorgelegten Bullen *) verschiedene Widersprüche, diein der christlichen Kirche weder angenommen noch gedul-det werden durften. Er bewies, daß die päpstlichen Pri-vilegien den gemeinen Rechten, dem Ansehen und derWürde der Bischöfe, der Universitäten und der landesherr-lichen Gerichte zuwider wären; und schloß damit, daß esweit rathsamer sey, den Supplikanten an den türkischenGränzen Häuser zu bauen, wo sie die Ungläubigen bekehrenkönnten, als ihnen mitten in der Christenheit Wohnplätzezu verschaffen **).

Noch weit ungünstiger für sie fiel das Urtheil der

*) Mun muß hier die Verschlagenheit der Jesuiten bewundern.Sie haben weder dem königlichen Conseil, noch dem Parle-mente von einer Menge päpstlicher Bullen mehr als zwo vor,gezeigt, nämlich jene vom Papst Paul III. vom I 154z. undjene vom Papst Iulir, s I>l. vom 1 .15 50.

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