Band 
Erster Band.
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Geschichte der Jesuiten.

schränkungen zu willigen, daß jeder anderer, als ein Je«suite, sich diese höchste Gnade verbeten hätte Sie mußtensich nämlich verbindlich machen, kein Collegium in derStadt Löwen zu errichten, und allen ihren Vorrechtenund Freyheiten zu entsagen. Die Jesuiten versprachen Al«les, in der Absicht, nichts zu halten, indem sie wohlwußten, daß es ihnen nie an Gelegenheiten fehlen könnte,ihr Versprechen ungestraft, und unter päpstlicher Autho«rität brechen zu können.

Der Zeitpunkt hierzu blieb auch nicht lange aus. JinJahre 1562. kam Lainez nach Holland. Die Polttikdieses listigen Mannes trieb Alles durch. Er wußte sichdie Gunst der vornehmsten Bischöfe, und einiger Großenam Hofe zu Brüssel zu gewinnen. Die Sache wurdenoch einmal vor den Großen Rath gebracht. Dieser bliebdem Orden noch immer abgeneigt. Verschiedene Versu»che, die man sich gab, einen günstigern Rathschluß zuerschleichen, waren vergebens. Die Jesuiten verlorenjedoch ihre Hoffnung nicht. Sie hörten zwar auf, ihreSache mit den Rechten durchzutreiben; allein dafür ar-beiteten sie in der Stille, verschiedene einzelne Raths»glicder auf ihre Seite zu lenken *). Diese List gelangihnen. Der bessere Theil des Raths sah in seiner MitteFaktionen entstehen; und da er von außen immer durchMachtsprüche des Hofes, der die Sache mit Gewalt un«terstützte, gedrängt wurde, so willigte er endlich in dieErbauung eines Coüegiums in Löwen, welches im Der«folge eines der größten des Ordens wurde.

InAntwerpen legte Lainez gleichfalls den Grundzu einem Collegium. Jgnaz gaö sich schon »»beschreib«

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