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Viertes Buch.
liche Mühe, feinem Orden in dieser so äußerst volkreichenStadt, welche durch den weit ausgebreiteten Handel eineder ersten und reichsten Städte in der Welt war, ein Plätz-chen zu verschaffen. Allein es wollte ihm nie gelingen, bisendlich Lainez sich einige Spanische Kaufleute ver-bindlich machte, die nahmhafte Summen zusammenbrach-ten, um dem Orden ein Collegium erbauen zu können.Allein noch ehe man etwas zu Stande bringen konnte, schei-terte der ganze Plan. Der böse Geruch, den die Jesuitenin Frankreich verbreiteten, drang auch nach Antwer-pen. Dieser schlimme Streich nöthigte sie, einstweilen sichin Demuth zurückzuziehen, bis der erste nachthcilige Ein-druck in den Gemüthern erloschen seyn würde. Sie be-trieben jedoch die Sache in der Stille durch ihre gutenFreunde, die Span« er, welche wirklich ein Gebäude fürdie Jesuiten aufzuführen anfiengen, ohne daß man inAntwerpen die Bestimmung desselben wußte. Man ge-traute sich nicht, an den Gerichtshof ein ordeutliches An-suchen gelangen zulassen, weil man im Voraus einer ab-schlägigen Antwort gewärtig seyn mußte. Das Gebäudewar aufgeführt. Vierzehn Jesuiten, die sich darin befan-den, wurden auf Kosten der Spanier unterhalten. Die-ser Winkelzug, ein Hauptzug der Jesuiten, die nie den ge-raden Weg giengen, sondern bald durch verborgene List,bald durch offenbare Gewaltthätigkeiten ihren Zweck ver-folgten, brachte den Bischof so sehr wider sie auf, daß erihre Hauekapelle mit dem Interdikt belegte; und bald dar-auf wurden die Jesuiten genöthigct, auch ihre Wohnungzu verlassen.
Die Spanier, die ein besonderes Interesse hatten,ihre Landsleute, die Jesuiten, zu unterstützen, liessen denMuth nach diesem unangenehmen Vorfalle nicht sinken.Ferdinand deFriaz, einer der ersten SpanischenKaufleute, schoß in Gesellschaft einiger anderer seines Stan-des sogleich Lasso fl. herbey, mit denen er in der Stille