Band 
Erster Band.
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si4 Viertes Buch.

In Italien verbreitete sich der Glanz der Gesell-schaft Jesu noch viel schneller, alS in Holland. Ueberallbauten sich die Jesuiten dort an, und es waren noch nichtvolle zehn Jahre seit der päpstlichen Bestätigung des Or-dens vorüber, als derselbe schon allenthalben, zur größ-ten Ehre Gottes, den Segen seiner Pflanzungen gedeihensah. Manchmal giengen freylich einige Stürme über ihrHaupt. So hatte sie z. B. die Schenkung eines Venetiio-nisch e n Edelmanns, Andreas Lippomani, welcherdem Orden sein zuPadua befindliches Prioratvermachte,in ein gefährliches Gedränge gebracht. Der päpstliche Stuhlhatte gedachte Schenkung zwar bestätigt; allein noch fehltees an der Hauptsache, an der Eenehmhaltung der Repu-blik, ohne welche sie in den Genuß des Priorats nicht einge-setzt werden konnten. Sie wandten sich in einer Bittschriftan den Senat, allein sie fanden an dem Bruder des Priorseinen der heftigsten Gegner. Er stellte dem Senate vor:„Wie es sich nicht gezieme, daß die Jesuiten sich auf solche„Weise der besten Pfründen der Republik bemächtigen.„Es wäre nie der Wille der Stifter dieser Pfründen gewe-„sen, daß sie den fremden in die Hände fallen, sondern„ zur Belohnung der Verdienste ihrer Nachkommen, oder„solcher Unterthanen der Republik dienen sollten, welche„im Stande waren, der Kirche nützliche Dienste zu lei-,, sten. Die Jesuiten waren dazu nicht tüchtig, indem sie„nicht einmal die Landessprache verstünden, sondern ein„ Haufen elender Fremdlinge waren, die sich überall ein-„zuschleichen, und auf Kosten des gemeinen Wesens zu

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