Band 
Erster Band.
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2Z4 Viertes Buch.

sich, welche von einem gewissen Arnold, einem Freundedes Valdo» herrührte *).

Jnriozenz m. umgürtete sich Anfangs mit demCchwerdte des Herrn, diese Ketzer zu vertilgen. Cr schicktezwölf Cistcrcienfcrübtc, und bald darauf den Bischof vonOsma, welcher den so berühmten Jnquisitionsstiftcr D o.minikus bey sich hatte, an die A lbi genfer, um siezur Kirche zurückzuführen. Obgleich die Dominikanersich ihres Ordensstifters rühmen, als hatte cr durch dievorzügliche Kraft des Rosenkranzes, den er von derMutter Gottes empfangen haben will, die Albi genferüberwunden; so sagt uns doch die Geschichte, daß diezwölf Aebtc samt dem Heil. Dominikus bey weitem nichtso viel über die Ketzer vermogten, als die Kricgsheere, diebald nachher auf Anstiften des Papstes von dem HerzogLeopold von Oesterreich, und dem französischenGrafen von Mvntfort gegen die Albigenser ange-führt wurden. Man kann die unmenschlichen Grausam«keiten, mit welchen diese armen Ketzer auf mancherley Weisegepeinigt und ermordet wurden, bey Thu an") ohneEntsetzen nicht lesen. Ganze Ströme Bluts wurden inSpanien und Frankreich in diesem grausamen Krie.ge vergossen » der nicht eher ein Ende nahm, als bis diewenigen Unglücklichen, die dem Schwerdte und den Mar.lern entliefen, sich in unwegsamen Gebürgen verkrochenhatten.

Die Lehre der Albigenser oder Waldenserpflanzte sich demohngeachtel fort, und kam im sechszehn«ten Jahrhunderte, da in Deutschland die Reforma«tion begann, wieder neuerdings zu Kräften. Vorzüglichverbreitete sie sich in den Alpen und benachbarten Gegenden.Die Einwohner von M erindol und Cabrierre ließen

*) T 7 r»anr 8 iil. iui IsMjioris. Tom. I.

Lr'S. 221 st

*") t.oc. cit.