2Z6 Viertes Buch.
Schicksal verdienten. DerHof wollte Anfangs gelindegegcnsie verfahren; allein die grausame List eines Mcnschenwür.gers, des Baron von Oppede, fand bald eincnVowand,mit einer unerhörten Rachsucht diese Unglücklichen aufzurei-bcn. Man sprach nicht davon, sie zu unterrichten, odersie durch Gründe von ihren Irrthümern zu überzeugen,sondern man kam ihnen mit dem Schweröle m der Handentgegen, ermordete Männer und Kinder, schändeteFrauen und Jungfrauen*), riß die nngeborncn Früchteaus den ermordeten Leibern der Weiber, und erfülltealles mit Schrecken, Tod und Elend **).
Diese Scenen wurden bald in den Thalern von P i e.mont und Savoycn, wohin sich die Unglücklichen ret»tetcn, wiederholt. Der Herzog von Savoyen wolltein seinem Lande die katholische Religion, die durch Zwin.g l l fast ganz verdrängt wurde, wieder einführen. AufAnrathcn eines Dominikaner - Inquisitors, NamensThomas Giacomello, ließ er eine Menge Wal-denser verbrennen, oder auf die Galeeren schmieden'**).Diese unerträgliche Verfolgung veranlaßte die Bewohner zuuntersuchen, ob es wohl erlaubt sey, sich mit den Waffenin der Hand Ruhe und Sicherheit zu verschaffen? DieMeynungen hierüber waren getheilt. Einige sagten, essey unerlaubt, gegen ihren Fürsten, auch selbst indemFalle, wenn es um die Vertheidigung ihres Lebens zu
*) koeminse a kurenrrims violsrae, er sariars kilnäirlv ram cru-äeltter liablkas, ur p 1 sras</ue, ^uss urerum ßesrabanr, necnon eriam virgmez, »rve ex srnmss inovrore. sive kämest cru-ciLktbikL perlerunr. /. ttlscor. sui l'emzroris.
I. /inF. 227.
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Geschichte der Waldenser. S. zoi. u. s. f.
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