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Geschichte der Jesuiten.
thun sey, die Waffen zu ergreifen. Andere aber behaup-teten, sie hatten in der verzweifelten Vage, in der sie sichbefanden, das Recht, sich gegen Gewalt zu wehren, undzwar um so mehr, da sie nicht eigentlich gegen ihren Lan-desherr», sondern gegen den Papst, der seine Gewaltmißbrauche, die Waffen ergriffen. Der größere Theilwar der letzter» Meynung; und man griff zu den Waffen.Der Herzog, der sich von diesem Aufstande nichts Guteszu versehen hatte, glaubte mittelst eines Neligionsgespra-ches die Gemüther beruhigen zu können. Da er aber ohneBewilligung des Papstes nichts unternehmen wollte, soberichtete er diesem die wahre Lage der. Sache, und batum die Erlaubniß, ein solches Gespräch veranstalten zudürfen Der Papst, dessen Ansehen selbst in Italienallenthalben angefochten, und in Deutschland ammeisten durch eben solche verschiedene Religionsgesprä«che erschüttert wurde, war äußerst über diesen Antragaufgebracht. Er antwortete: „ Daß zu keinen Zeiten mit„seiner Einwilligung ein Religionsgespräch gehalten wer«„den soll; wenn die Einwohner von Savoyen eines„Unterrichts benöthigt waren, so würde er ihnen einen„Legalen mit der Vollmacht, die reumülhigen Ketzer von„ihren Sünden loszusprechen, und Theologen senden,„welche die Unwissenden in der Wahrheit unterrichten„könnten." Er fügte noch hinzu: „Er baue übrigens„nicht viel auf ihre Bekehrung, indem die Schweizer„als hartnäckige Ketzer bekannt wären, die sich einbilde,„ten, daß man sie nur dann mit gütlichen Ermahnungen„bekehren wolle, wenn es an Macht gebricht, sie zur„Wahrheit zu zwingen. Man wisse kein Beyspiel, daß„je etwas mit Gelindigkeit sey ausgerichtet worden; wohl„aber habe die Erfahrung bestätiget, daß das beste Be-„kehrungsmittel in den Händen der Justiz, und, wenn„ diese zu schwach sey, in dem Zwange liege. Wenn der„ Herzog sich dieses Mittels bedienen wollte, so würde er