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Viertes Buch.
in ihrer Ordensgeschichte verschweigen, weit er ihrem Dc»kehrungseiftr nicht zur sonderlichen Ehre gereicht.
Während solchergestalt den Jesuiten ihre Versucheauf Picmont fehlschlugen, wurden sie fast zu gleicherZeit aus Montepulciano, einer Stadt »n HerzogthumToskana, vertrieben, oder sie hatten sich vielmehr sol-cher grober Verbrechen schuldig gemacht, daß sie mitSchande beladen selbst abzichn mußten. Die Veranlaß,sung hiezu war folgende. Sie hatten sich bey den Ein-wohnern dieser Stadt äußerst beliebt gemacht. Alles drangsich in ihre Kirche, und in ihre Beichtstühle. Vornehmlichwußten sie sich des Vertrauens und des Gewissens desschönen Geschlechts zu bemächtigen. Es war gar keinWunder, wenn schöne Damen und junge Mädchen, dieihre Galanterien und ihre verborgensten Schooßsündendem lüsternen Ohre eines jungen, gesunden Jesuiten mitder Naivität einer schüchternen Gewissensängstlichkeit unddoch mit der umständlichsten Offenherzigkeit vertrauten, ih-ren Beichtiger in jenen behaglichen Zustand versetzten, inwelchem sich derjenige befindet, der auf einer langen Wan-derschaft nach lange erlittenem Durste endlich eine frische,reine Quelle von der Ferne entdeckt. Mit einem Worte,die Beichtväter wurden lüstern. Man beschuldigte einenJesuiten, daß er einem ehrbaren Frauenzimmer sich auf.dringen wollte, welches sich jedoch mit vieler Mühe ausden unzüchtigen Armen wand. Ein anderer nothzüchtigteein Mädchen auf freyem Felde. Endlich hat man aucheinen Jesuiten in der Nacht ganz allein in das Haus einerberüchtigten Hure gehen sehn. Was noch daS schlimmstewar, so wurde der Rcctor des Collegiums, JohannGambar, gleichfalls eines sträflichen Umganges mitverschiedenen Damen beschuldigt. Dieser Gambar hattezwo Schwestern im Beichtstühle, und auch außer demsel-hen, zu besorgen. Er lebte lange auf einem sehr vertrau,lichen Fuße mit beyden. Endlich schien die eine Schwester