2 5 o Viertes Buch.
wäre, diese Versprechungen zu halten, oder wenn sie die.selben nicht gleich anfangs gebrochen hätten, so würdeSacchin in seiner Ordensgeschichte, die doch in den un-bedeutendsten Kleinigkeiten bis zum Ekel ausschweifend um-stündlich ist, diesen ganzen Vorgang, den man in der fr a n-zö fischen Geschichte fast allenthalben liefet, nicht der-schwiegen haben.
Indeß vermogten sie durch diese scheinbare Demuthso viel über den arglosen Erzbischof von Paris, daß erendlich, gestürmt und gedrungen von den gewaltigen Fak«tionen der Jesuiten, in die Aufnahme des Ordens, jedochunter wichtigen Beschränkungen, willigte. Diese Beschrän»klingen gienge» in der Hauptsache dahin, daß die Jesuitenzu keinen Zeiten eine Episkopaljurisdictiou ausüben» oderje ohne Erlaubniß und Eutbefinden ihrer Bischöfe dasWort Gottes predigen sollten; daß sie in dem Falle, wennsie geistliche Pfründen zu genießen hätten, ganz von ihrenBischöfen abhängen, weder die Beichte noch das Abend,mahl, und überhaupt kein Sacrament, ohne ausdrücklicheBewilligung der ordinirtcn Seelsorger und Pfarrer admi«nistriren, und diese weder in weltlichen noch geistlichenVerrichtungen, welchen Namen sie haben mögen, beein.trächtigen sollten. Endlich sey es ihnen für immer verbo-ten, ohne Bewilligung der vornehmsten theologischen Fa,kultaten weder öffentliche noch private Vorlesungen überdie heil. Schrift zu halten, oder diese zu erklären, u. s. f. *)
Zufrieden, einen ihrer hitzigsten und mächtigsten Geg-ner auf ihre Seite gelenkt zu haben, und bereitwillig, al.les zu versprechen, was man von ihnen fordern würde,eilten sie nach Hofe, und erschlichen sich neuerdings Pa.tent - oder vielmehr Gewaltbriefe an das Parlement, wel«che mit Schreiben von der Königin Katharine von Me«
*) Lirkoirs generals cis la nrisssncs et lieg >is 1»
Lompegnie <is ^esu,. ?o,n. /. 7g.