Band 
Erster Band.
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Geschichte der Jesuiten.

sie ihre Schulen cröfncten und der Universität einverleibtzu werden verlangten. Hierüber entstand ein weitläufigerProzeß. Sämtliche Fakultäten bcharrten einmüthig dar-auf, daß den Jesuiten zu keinen Zeilen der Genuß akade-mischer Freyheiten und Privilegien gestattet werden könne.Diese versuchten es anfangs, durch scheinbare Demuth dieUniversität auf andere Gesinnungen zu lenken. Sie über-reichten dem Reetor der Universität verschiedene Bittschriftten. Sie thaten auf mehrere akademische WürdenVerzicht, und erklärten, daß in ihren Schulen weder dieRechtsgelehrsamkeit noch die Arzneykunde gelehrt werdensollte. Endlich machten sie sich anheischig, dem Reetorund der Universität die geziemende Achtung zu bezeigen,und die Statuten derselben, jedoch ohne Verletzungder O rden sd isciplin, zu beobachten. Als sie sahen,daß die Univ rsitat unabändcrl.ch auf ihrem Eigensinnebeharrte, wandten sie sich an das Parlement, weiches un-term 27. Hornung verordnete, daß die Partheyen öffent-lich vor den Schranken deS Gerichtshofes ihre Sache vor-bringen sollten.

Ganz Paris interessiere sich für die Sache der Uni-versität. Die Jesuiten waren schon so verhaßt, baß mansich ihnen von allen Seilen wibcrfitzte. Man hielt ihreAufnahme in dem Couvente zu Poissy unrechtmäßig er-schlichen, indem man behauptete, der Cardinal von Tour-non, Präsident dieses Convents, habe ohne Zuziehungder übrigen versammelten Geistlichkeit die Auftahmsakteausgefertigt. Wie dem auch seyn mag, so machten derErzbischof von Paris, die Prevots der Kaufmannschaft,die Bürgermeister der Stadt, der Cardinal von Chati«lon, als Curator der Universität, die Armenpsteger vonClermont, alle Mönchsorden, die Pfarrer von Paris,Und die Administratoren der Hospitäler, nur der Universi-tät gemeinschaftliche Sache gegen die Jesuiten.

Diese ihrerseits ließen keinen Kunstgriff unversucht, so

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