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Erster Band.
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Geschichte der Jesuiten. 2;9

ter dem Scheine der Religion verdorben, und durch betrüg«liche Lehre und durch das Verderben der Jugend der Saarme von Meutereyen und Treulosigkeiten in Frankreichausgestreuet würde. Er verglich Jgnazen mit Lu.thcrn, und suchte zu beweisen, daß beyde, wiewohl un-ter verschiedenen Gesichtspunkten, gleiche Zwecke verfolg,ten; nämlich, das gesetzliche Ansetzn der Magistrotur zuschwachen, die Kirchenzucht zu schänden, und eine allgc.meine Verwirrung unter göttlichen und menschlichen Din»gen zu veranlassen. Der besondere Gehorsam, den sie dempäpstlichen Stuhle geloben, müsse sie um so mehr in Frankereich verdächtig machen, nachdem es ein Grundgesetz desKönigreichs geworben, den Papst zwar für das Oberhauptder Kirche zu halten, sein Ansehen aber immer den Aus«sprächen der heiligen und ökumenischen Concilien zu unter«werfen, und nicht zu gestatten, daß er zum Nachtheile desKönigs und seiner Gerichtshöfe, oder zur Beeinträchtigungder Episcopalrechte im Reiche etwas unternehme. Am Endewandte er sich an das Parlemcnt mit folgenden Worten:„D>c ihr dir Jesuiten duldet, ihr werdet einst, und zu spat„ eure Leichtgläubigkeit bereuen, wenn ihr die traurigen„Folgen eurer Toleranz einsehen, und euch durch That«„fachen überzeugen werdet, wie sie durch List, Betrug,„Aberglauben, Heuchcley und b 0 shafte Kunst,„gr i ffe nicht nur in diesem Königreiche, sondern über«„ Haupt in der ganzen Welt die öffentliche Ruhe stören„werden *)."

So urtheilte und sprach einer der heitersten Köpftdes sechzehnten Jahrhunderts vor der ehrwürdigen Ver«sammlung eines hohen Gerichtshofes, und in einer Sache,an der schon alle Stande einen Antheil zu nehmen anfienrgen; und, was das merkwürdigste ist, dreyJahre nach der

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