Band 
Erster Band.
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Viertes Buch.

Aufnahme der Jesuiten inFrankreich. Der Erfolg hatbewiesen, daß diese berühmte Rede nicht bloß seichtes Rai-sonncment, sondern wo nicht gewisse Ueberzeugung, dochwenigstens eine Ahndung von allen den Uebeln und Plagenzum Grunde hatte, unter welchen die folgenden Jahrhun-derte seufzten. Es ist, wenn man den Inhalt dieser Redebeurtheilt, gar kein Wunder, daß die Jesuiten den Pas«quier als einen schmähsüchtigen Mann verschrcyen. Manhat nie ungetadelt oder ungestraft etwas Böses wider ihrenOrden schreiben oder reden dürfen.

Indeß war Pasquier nicht der einzige, der imParlemente öffentlich wider die Jesuiten auftrat. DerGeneraladvokat, Herr dü Mesnil, ein redlicher und ge«lehrter Mann, drang mit gleichem Scharfsinn in den Geistdes Ordens, und bewies mit gleichen Gründen, wie sehrdas Königreich gefährdet würde, wenn die Jesuiten Auf.nähme fänden. „Man habe zu befürchten, sagte er *),„daß durch dergleichen Institute die Sitten und Ges.tze„des Königreiches verdorben und verwirret würden. —„Diese ganze Gesellschaft besteht aus Leuten, welche durch„feyerliche Gelübde an die Befehle eines in Rom bcfindli-„chen Obern gebunden sind. Wie nachtheilig muß dieser„Umstand nach reiflicher Ucberlegung für Frankreich„seyn, nachdem es in der Macht dieses Obern stehet, nicht„ nur das Geld, sondern selbst die Unterthanen Sr. Ma-jestät aus dem Lande zu ziehen, und sich ihres Gehör-„sams zu versichern!" — Mesnil bemerkt ferner, daßin der Jesuitensekte eine bewunderungswürdige Vcrwir-rung in allen Dingen, eine Vermischung zwischen Disci-plin und Wissenschaft, und zwischen geistlicher und politi-scher Macht herrsche, daß die Jesuiten sich einer Exemp-tion von aller geistlichen Macht rühmen, ohne an bischöf.liche Befehle und Verordnungen gebunden zu seyn; daß

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